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Inoffizielle Botschafter Ungarns „Unter den Linden”

Drehtanz beim Brandenburger Tor, schöne ungarische Mädchen in Trachten und herrliche Konzerte in der Botschaft. Das war in aller Kürze die ungarische kulturelle Veranstaltung: „Ungarn in Europa – Europa in Ungarn“ in Berlin. Das Programm wollte dem Publikum zeigen, wie eng die Kultur von Ungarn mit der Kultur anderer europäischen Nationen zusammenhängt. Der Abend wurde von der Stiftung Friends of Hungary und von dem Philidor Institute organisiert. Ehrengäste waren u.a. Hans-Peter Friedrich, Vizepräsident des Deutschen Bundestages und Gergely Gulyás Vizepräsident der ungarischen Nationalversammlung.

 „Das Geheimnis des Erfolges von Europa ist die Vielfalt, und diese muss bewahrt werden.“ – betonte Prof. E. Sylvester Vizi, Vorsitzender der Stiftung Friends of Hungary in seiner Begrüßungsrede. Berühmte ungarische Künstler haben diese schöne Vielfalt beispielsweise durch Musik gezeigt: u.a. Judit Andrejszki, Márta Sebestyén, Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt, während Modeschöpferin Melinda Molnár-Madarász „Meyke“ das Leitmotiv der Veranstaltung durch die Mode präsentierte.

Kunst als gemeinsame Sprache

Italienische und deutsche Renaissance- und Barock-Melodien haben gezeigt, wie schon fast vergessene europäische Motive in den ungarischen Bauernliedern weiterleben. Die Namen der Künstler waren für das deutsche Publikum nicht unbekannt: Márta Sebestyén bekam unter anderem den Grammy- Preis, und ist die UNESCO-Künstlerin für den Frieden. Ihre Stimme kann man in dem Film „Der englische Patient“ hören: der Titelsong, das ungarische Volkslied „Szerelem, szerelem“, wurde von ihr gesungen. Judit Andrejszki ist Cembalistin und Organistin, und Barock-Sopranistin. Sie ist Gründerin des Musikensembles „Musica Profanas“, das als Botschafter der ungarischen Kultur durch Europa reist. Die beiden Solisten wurden von den folgenden Musikern begleitet: Katalin Kállay – Flöte, Piroska Vitárius – Geige, Zsolt Szabó – Viola da Gamba, Tamás Gombai – Geige, Dániel Szabó – Zimbal, Pál Havasréti – Bassgeige, Gergely Hegedűs – Bratsche. Einer der Primgeiger des Ensembles war Mihály Rosonczy-Kovács, Begründer der Veranstaltung und Vorsitzender des Philidor Instituts.

 

Das vollständige Team

 

Márta Sebestyén, Judit Andrejszki und ihr Musikensemble

 

Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt

 

Nicht nur die Musik und die Tänze, sondern auch die Trachten Ungarns sind untrennbar von den Modeströmungen, die Europa bestimmten und bis heute bestimmen. Das Leitmotiv der Veranstaltung „Europa in Ungarn“ wurde auch aus der Sicht der Mode bestätigt.  In den Kollektionen von Melinda Molnár-Madarász, „MEYKE“ erschien die Vielfalt der ungarischen Volkskunst. In der Modenschau konnte man sehen, wie sich die Modeschöpferin von den ungarischen Trachten aus Kalocsa, Barkó, Kalotaszeg, Torockó und Mezőkövesd inspirieren ließ. Sie wurden früher sogar auf der ganzen Welt präsentiert: von New York über Mailand bis hin zu China.

 

Meyke Fashion

 

Die Stärke Europas liegt in seiner Vielfalt

Botschafter Péter Györkös und Hans-Peter Friedrich, Vizepräsident des deutschen Bundestages haben in ihren Reden die Wichtigkeit der ungarisch-deutschen Beziehungen betont. Der CSU-Politiker verglich Europa mit einem Wald, der obwohl aus unterschiedlichen Bäumen besteht, doch einheitlich sein kann. Gergely Gulyás, Vizepräsident der ungarischen Nationalversammlung a.d. sprach über Europas Zukunft:

„Ungarn ist bereit, nach dem Brexit, in Zusammenarbeit mit Deutschland, mit den Visegrád-Staaten und mit weiteren Mitgliedstaaten der Europäischen Union, an dem Wiederaufbau der EU teilzunehmen.“

 

Gergely Gulyás, Vizepräsident der Ungarischen Nationalversammlung a.d.

 

An der Veranstaltung nahmen zweihundert Gäste teil, vor allem Diplomaten und deutsche Politiker. Das vielfältige Programm wurde von der Stiftung Friends of Hungary und von dem Philidor Institute organisiert. Vorige wurde vor 7 Jahren mit dem Ziel gegründet, die Öffentlichkeit außer den Landesgrenzen über die Schätze, Ereignisse und Ergebnisse Ungarns zu informieren.

 

Den Imagefilm finden Sie hier:

(Fotos: Zsolt Bézsenyi)