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Mitglieder der Freunde von Ungarn Stiftung mit wertvollen Preisen ausgezeichnet

„Der Wert eines Preises wird von drei Faktoren bestimmt. Der erste: Nach wem wurde er benannt? Gábor Bethlens Leben ist bekannt. Das zweite Kriterium ist die Leute, die die Auszeichnungen bereits erhalten haben. Drittens: die Menschen, die sich jetzt dieser Gemeinschaft anschließen. Diejenigen, deren Arbeit mit diesem Preis anerkannt wird.“ – betonte der Leiter des Regierungsbüros des Komitats Pest in seiner Laudatio. In diesem Jahr waren zwei Mitglieder der „Freunde von Ungarn Stiftung“, (Herausgeber von Ungarn Heute), unter den Empfängern.

Den prestigeträchtigsten Preis der Stiftung, die „Bethlen Auszeichnung“, bekam József Komlóssy, der während der Revolution von 1956 aus Sopron nach Kanada auswanderte. In Kanada und später in der Schweiz arbeitete er als Waldingenieur. Gleichzeitig setzte er sich unermüdlich dafür ein, die Rechte der im Karpatenbecken lebenden ungarischen Minderheiten zu schützen. Er hielt mehrere Reden zu Minderheitenrechten bei den Vereinten Nationen, und anderen internationalen Organisationen. Dank ihm hat die ungarische Minderheit, „Csángó“ fakultative ungarischsprachige Schulen.

 

József Komlóssy

 

In seiner Laudatio betonte Sándor Lezsák, ehemaliger stellvertretender Sprecher der Nationalversammlung, die Rolle von Komlóssy bei der Eröffnung eines Fußgängerübergangs in Szelmenc im Jahr 2005. 1946 wurde das Dorf von der neuen sowjetisch-tschechoslowakischen Grenze surrealistisch in zwei Hälften geschnitten. Später wurde die Hauptstraße des Dorfes in Anerkennung seiner Verdienste nach ihm benannt.

Éva Zabolai Csekme wurde für ihre Bemühungen, ungarischen Minderheiten zu helfen, die Teleki Pál-Gedenkmedaille verliehen. Sie verließ Ungarn mit ihrer Mutter nach der Revolution 1956.  Zabolai Csekme beteiligte sich aktiv am Aufbau der ungarischen Gemeinde in der Schweiz. Sie arbeitete für den Weltverband der Ungarn und verbrachte 20 Jahre in der UNO. Sie spielte eine unersetzliche Rolle bei der Überzeugung der UNO, die Zerstörungsprojekte gegen ungarische Minderheiten, unter der Leitung von dem rumänischen Diktator, Nicolae Ceauşescu, offiziell zu verurteilen.

 

Éva Zabolai Csekme

 

Die Márton Áron-Gedenkmedaille wurde außerdem an Monk Balázs Barsi, den Chemiker Dr. György Heltai und seine Familie aus Gödöllő und Lehrer László Pék, Präsident des ungarischen Lehrerverbandes in der Slowakei, verliehen. Den Tamási Áron-Preis erhielt der Literaturhistoriker Endre Papp, Chefredakteur der Zeitschrift „Hitel“. Stipendien für die Zukunft des Szeklerlandes wurden an die Studenten Máté Boér von Sepsiszentgyörgy (Sfântu Gheorghe) und Attila Medgyesi aus Barót (Baraolt) vergeben.

Die Bethlen Stiftung wurde 1980 von dem Schriftsteller Gyula Illyés, dem Dichter Sándor Csoóri und den Witwen des Schriftstellers László Németh und des Komponisten Zoltán Kodály gegründet. Die durchgehende materielle, intellektuelle und spirituelle Unterstützung, Preise und Stipendien – spielt eine Vorreiterrolle beim Dienst an der nationalen Einheit, an der mitteleuropäischen intellektuellen Zusammenarbeit, bei der Präsentation und Förderung der Werte und namhafter Vertreter der über die Grenzen hinaus lebenden Ungarn.

(Fotos: Magyarország Barátai Alapítvány)