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Orbán: Europa kann ohne Nationen nicht existieren

Ohne seine Nationen würde Europa seine spirituelle und kulturelle Identität verlieren, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán am Donnerstag auf einem Kongress der Europäischen Volkspartei (EVP) in Helsinki.

Europa wird entweder ein Europa der Nationen sein oder es wird aufhören zu existieren

– so Orbán. Der „Beitritt der mitteleuropäischen Nationen hat Europa friedlicher, stärker und reicher gemacht“ – betonte er. Die Stärke des Kontinents beruhte immer auf starken Nationen – fügte er hinzu.

Orbán beschuldigte die Liberalen, Sozialisten und Grünen, ein verwurzeltes Europa ohne geistige und psychologische Identität zu wollen. „Unsere Vision ist ein Europa mit 27 Gesichtern, eines, das gleichzeitig christlich und demokratisch ist.“ Er bezeichnete die EVP als „Partei der Sieger“.

 

 

„Inzwischen hat sich die Situation jedoch geändert“, sagte er. „In den letzten Jahren hat die EVP die Führung Europas übernommen, so dass sie die Verantwortung dafür übernehmen muss, dass „Großbritannien nicht, die Migranten dagegen in der Union bleiben können“.

„Um auf den Weg des Sieges zurückzukehren“, sollte die EVP ihre Einheit wiederherstellen, ihre Wurzeln wiederfinden und die „Renaissance der christlichen Demokratie“ proklamieren, sagte der Premierminister. „Absurditäten wie das Lob von Fidel Castro oder Karl Marx sollten vergessen werden“, fügte er hinzu.

Der Premierminister betonte, dass die EVP die Erfolge von Ungarn würdigen sollte. „Diejenigen, die ihre Sieger nicht schätzen, verdienen Misserfolg“, sagte er. Da die Europawahlen in den Mitgliedstaaten gewonnen werden, „braucht die EVP als Siegerpartei siegreiche Premierminister“, sagte er.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, sich auf die Seite des Volkes zu stellen, sagte Orbán. „Wir sollten sie vor illegaler Migration, Terrorismus, Kriminalität und wirtschaftlichen Not schützen“.

 

Foto: MTI – Szilárd Koszticsák

 

Manfred Weber zum EVP-Spitzenkandidaten gewählt

Manfred Weber erhielt in Helsinki nach Angaben aus Parteikreisen rund 79 Prozent der Delegiertenstimmen der Europäischen Volkspartei.  So geht die Volkspartei mit ihrem Fraktionschef als Spitzenkandidaten in die Europawahl. Der Deutsche setzte sich mit deutlicher Mehrheit gegen seinen finnischen Konkurrenten Alexander Stubb durch.

(Via: mti.hu, Beitragsbild: MTI )