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Orbán in Montenegro: „Neue Balkanroute für Flüchtlinge muss gesperrt bleiben“

Grenzschutz, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Montenegros EU-Beitritt. Die waren die Hauptthemen zwischen dem ungarischen und dem montenegrinischen Ministerpräsidenten. Laut Viktor Orbán wird man im Mai 2019 bei den EU­-Parlamentswahlen vor allem über die Migration stimmen.

„Europa macht immer noch ernsthafte Fehler“ – betonte der ungarische Ministerpräsident in Montenegro.  Viktor Orbán fügte hinzu: „Der einzige Erfolg war die Schließung der Balkanroute, die gerade Ungarn zu verdanken ist.“ Europa mache solche Gesten, die in Afrika und im Nahen Osten missverstanden werden. Darum seien auch heute mehrere Tausende Richtung Europa unterwegs. Viktor Orbán hat angeboten, Montenegro zu helfen, seine Grenzen gegen Migranten zu schützen, weil „Balkan für Migranten geschlossen bleiben sollte“. Der ungarische Ministerpräsident sprach über Montenegros EU-Beitritt auch: laut ihm ist es ein reales Ziel. „Montenegro könnte schon morgen in die EU aufgenommen werden, aber spätestens übermorgen.“

Kommentar

Nicht nur das Mittelmeer ist für Migranten ein Weg nach Europa. Seit Jahresbeginn kommen Flüchtlinge wieder vermehrt auf dem Landweg in die EU. Zwischen 60.000 und 80.000 Migranten sollen laut Experten derzeit auf dem Balkan unterwegs sein. Von Griechenland aus über Albanien, Montenegro, Serbien und Bosnien strömen Menschen in den Westen.

(Via: mti.hu, euronews.com, Beitragsbild: MTI)