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Orbán: „Ungarn und Serbien können sich aufeinander verlassen“

MTI - Ungarn Heute 2022.05.21.

Ungarn und Serbien können auf einander zählen, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán bei der Eröffnung der 89. Internationalen Landwirtschaftsmesse in Novi Sad (Újvidék) am Samstag.

Gemeinsam mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic wies Orbán auf der Messe, bei der Ungarn Ehrengast ist, darauf hin, dass sowohl Ungarn als auch Serbien in der Landwirtschaft stark sind, und bezeichnete die beiden Länder als „eine wichtige Lebensmittelreserve für Europa“.

Er sagte, die Inflation, die drohende Hungersnot in verschiedenen Teilen der Welt und die bewaffneten Auseinandersetzungen in der Ukraine seien in den Mittelpunkt des Interesses gerückt, obwohl beide politischen Führer nach ihren jüngsten Wahlsiegen „unter normalen Umständen eine gewisse unbeschwerte Entspannung verdient hätten“. Er warnte davor, dass eine Hungersnot eine Migrationswelle auslösen könnte, die frühere Migrationswellen in den Schatten stellt, da die Menschen ihre Heimat nicht nur in der Hoffnung auf ein besseres Leben, sondern zum Überleben nach Europa verlassen.

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Er erinnerte daran, dass der Ausbau der Eisenbahnlinie zwischen Belgrad und Budapest von vielen kritisiert worden war, dass aber der Wert der Investition nun zugenommen hat, da die Lieferwege durch die Ukraine unsicher geworden sind. Er fügte hinzu, dass, während Ärzte und Krankenschwestern die Helden der Jahre 2020 und 2021 seien, die Landarbeiter die Helden des Jahres 2022 sein würden.

Orbán sagte, der Krieg in der Ukraine habe beide Länder in eine schwierige Lage gebracht: Serbien, weil es kein Mitglied der Europäischen Union ist, und Ungarn, weil es Mitglied ist.

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Er fügte hinzu, dass Ungarn und Serbien ihre Positionen koordinieren und sich gegenseitig in internationalen Foren unterstützen würden, egal welche Debatten innerhalb oder außerhalb der EU aufkommen würden.

Orbán betonte, Ungarn werde keine Entscheidung Brüssels akzeptieren, die „wirtschaftlich unvernünftig“ sei und die Preise so weit anheben würde, dass die volle Auslastung des Agrarsektors unmöglich werde. Er fügte hinzu, dass der ungarische Agrarsektor, „wenn er gut geführt wird“, das Doppelte der ungarischen Bevölkerung mit Lebensmitteln versorgen könne.

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(via MTI, Beitragsbild: MTI/Miniszterelnöki Sajtóiroda/Zoltán Fischer)