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Péter Szijjártó im „Presse“-Interview.: „Das ist eine Erpressung, wir haben es satt“

Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó weist die Drohung aus Paris, die EU-Finanzmittel an „unsolidarische Mitglieder“ zu stoppen, scharf zurück. Damit gefährde Frankreich die Einheit der Europäischen Union, erklärt Szijjartó im „Presse“-Interview.

„Frankreich gefährdet die Einheit der EU“

Ungarn lehnt die französischen „Drohungen“ ab: es ist unannehmbar, dass Paris den Mitgliedern der Europäischen Union Mittel entziehen will, die nicht „solidarisch“ sind. Mit solchen Vorschlägen gefährdet Frankreich die Einheit der Europäischen Union – sagte Außenminister Péter Szijjartó der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“, in einem am Samstag veröffentlichten Interview. Ungarn hat seine Solidarität schon bewiesen, das Land habe mehr als 1 Mrd. Euro für den Schutz der Außengrenzen der EU ausgegeben – betonte Szijjártó.

„Wir haben es satt“

Er beschrieb die jüngsten kritischen Äußerungen des französischen Außenministers Jean-Yves Le Drian als Erpressung und sagte: es sei nicht das erste Mal, dass Ungarn mit dem Entzug von EU-Fördergeldern bedroht sei. Der Außenminister fügte hinzu: „wir haben es satt“, dass einige der mitteleuropäischen Länder die EU-Gelder für eine humanitäre Hilfe halten. Ungarn habe seine Märkte beim EU-Beitritt geöffnet und daraus profitieren viele österreichische und deutsche Unternehmen.

(Via: mti.hu, Beitragsbild: Zsolt Szigetváry)