
Die Unterstützung für Crin Antonescu wurde vom "Miniparlament" der RMDSZ am Mittwoch beschlossen.Weiterlesen
Crin Antonescu, der Kandidat der Regierungskoalition für das Amt des Staatspräsidenten, wird von der Landkreisorganisation Kovasna der Allianz für die Vereinigung der Rumänen (AUR) angegriffen. Sie kritisieren den von dem Politiker verwendeten Slogan und das Fehlen der rumänischen Trikolore auf seinen Wahlplakaten.
Die AUR in Kovasna (Landkreis im Szeklerland, wo die ethnischen Rumänen eine Minderheit sind, Anm. d. Red.) verurteilt die Heuchelei von Crin Antonescu, erklärte die ultranationalistische Partei in einem Facebook-Post. „Wenn er vor den Rumänen steht, zeigt er die Trikolore und spricht von Einheit. Wenn er vor anderen steht, verzichtet er auf alle nationalen Symbole und verwendet den Slogan eines ausländischen Spitzenpolitikers (Viktor Orbán). Das ist keine Politik, sondern pure Heuchelei“, heißt es in der Stellungnahme.
„Wessen Präsident will Crin Antonescu sein?“, so die Frage der AUR-Filiale. „Als er St. Georgen (Sepsiszentgyörgy, Sfântu Gheorghe) besuchte, vermied er den Dialog mit der rumänischen Gemeinschaft völlig und wandte sich stattdessen ausschließlich an die ungarischsprachige Bevölkerung.
Rumänien braucht einen ehrlichen Präsidenten, der alle Rumänen vertritt, und keinen Politiker, der seinen Diskurs je nach Interesse und Zielpublikum ändert.
Sagen Sie NEIN zur Doppelzüngigkeit! Gerechtigkeit für Rumänien!“, heißt in dem Facebook-Post.
Kürzlich ging auch Victor Ponta auf Crin Antonescu los. Der ehemalige sozialdemokratische Ministerpräsident, der als unabhängiger Kandidat für das Amt des Staatspräsidenten antritt, sagte nach dem Besuch des Kandidaten der Regierungskoalition im Szeklerland, dass er als Staatsoberhaupt Rumäniens keine Autonomie nach ethnischen Kriterien akzeptieren würde.
„Gestern sagte ein Präsidentschaftskandidat, der um die Stimmen der rumänischen Bürger ungarischer Volkszugehörigkeit von Hargita und Kovasna warb, dass
wir uns an den Gedanken gewöhnt haben, dass es ein Szeklerland gibt.
Eine Aussage, die die Verwirrung in den Köpfen mancher Menschen deutlich macht“, monierte Victor Ponta auf Facebook. Der frühere Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei zitierte den ersten Artikel der rumänischen Verfassung, in dem es heißt, dass Rumänien ein unteilbarer, einheitlicher Staat sei.
Teil der Charme-Offensive von Crin Antonescu war auch der Besuch einer Bäckerei in der mehrheitlich von ethnischen Ungarn bewohnten Landkreisstadt St. Georgen, wo er sich auf Rumänisch mit einer ungarischsprachigen Verkäuferin unterhielt und sich über das Angebot des Ladens beraten ließ. Der Präsidentschaftskandidat wurde wie jeder Kunde in seiner Muttersprache bedient, womit zwei chauvinistische Vorurteile dementiert wurden, die wesentliche Bestandsteile der nationalistischen „Weltanschauung“ vieler Rumänen sind: 1. Ungarn weigern sich die Staatssprache zu verwenden 2. Man kann im Szeklerland „nicht einmal ein Brot kaufen“, wenn man kein Ungarisch kann.
Via maszol.ro Beitragsbild: RMDSZ Facebook