
Es wurden auch Vorschläge für zukünftige Kooperationen gemacht.Weiterlesen
Die Inbetriebnahme neuer Produktionsstätten chinesischer Unternehmen soll die ungarische Wirtschaft maßgeblich ankurbeln, teilte der ungarische Außen und Handelsminister am Donnerstag in Budapest mit. Chinesische Firmen brachten im vergangenen Jahr die meisten Direktinvestitionen ins Land. Mehrere marktführende chinesische Großkonzerne werden noch in diesem Jahr oder Anfang 2026 ihre Produktion in Ungarn aufnehmen. Diese Entwicklung soll dazu beitragen, dass 2025 zu einem entscheidenden Durchbruchsjahr für die ungarische Wirtschaft wird, so Péter Szijjártó.
Anlässlich einer Pressekonferenz vor der Sitzung des ungarisch-chinesischen Wirtschaftsausschusses betonte der Minister die beiderseitigen Vorteile der bilateralen Zusammenarbeit. Diese solle im Rahmen der im Vorjahr geschlossenen umfassenden strategischen Partnerschaft weiter intensiviert werden. Er hob hervor, dass
chinesische Unternehmen bereits in den Jahren 2020, 2023 und 2024 die größten Investitionssummen nach Ungarn transferiert hätten.
Mit staatlicher Unterstützung seien in den letzten zehn Jahren 54 moderne chinesische Großprojekte mit einem Gesamtvolumen von 7.000 Milliarden Forint (umgerechnet etwa 17,3 Milliarden Euro) realisiert worden, wodurch direkt über 30.000 neue Arbeitsplätze entstanden seien.
„Diese bedeutenden chinesischen Investitionen haben es Ungarn nach langer Zeit ermöglicht, nicht mehr nur ein Nachzügler, sondern ein globaler Vorreiter in einer großen technologischen Revolution zu sein“, erklärte der Minister mit Blick auf den Wandel der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität.
Konkret nannte Péter Szijjártó, dass
mehrere führende chinesische Unternehmen noch in diesem Jahr oder zu Beginn des kommenden Jahres ihre Produktion in Ungarn starten werden und somit maßgeblich zum erwarteten wirtschaftlichen Aufschwung im Jahr 2025 beitragen würden.
Als Beispiele führte er die erste europäische Fabrik von BYD an, die Anfang 2026 in Szeged die Produktion aufnehmen soll. CATL, das in Debrecen eines der größten europäischen Werke für Elektroauto-Batterien errichtet, werde bereits in diesem Jahr mit der Fertigung beginnen. Zudem werden Huayou Cobalt im Sommer und Semcorp im Herbst ihre Produktionsstätten in Betrieb nehmen.
„Das bedeutet also, dass die ungarischen Werke der großen, weltweit führenden chinesischen Unternehmen bis Ende dieses Jahres, spätestens Anfang nächsten Jahres, in Betrieb gehen und damit dem Wachstum der ungarischen Wirtschaft einen großen Schub verleihen und es ermöglichen werden, dass dieses Jahr zum Durchbruchsjahr für die ungarische Wirtschaft wird“, unterstrich Péter Szijjártó.
Der Minister kündigte zudem an, dass beide Seiten ihren gemeinsamen Willen bekräftigt hätten, dass nach den umfangreichen Produktionsinvestitionen nun auch verstärkt Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie im Dienstleistungssektor aus China nach Ungarn fließen sollen. Diese könnten den Strukturwandel der ungarischen Wirtschaft weiter beschleunigen.
Das wichtigste Investitionsziel chinesischer Unternehmen in Europa ist heute Ungarn, und ebenso ist Budapest zum Luftfrachtlogistikzentrum für chinesische Exporte nach Mitteleuropa geworden,
informierte er. Der Budapester Flughafen habe im vergangenen Jahr ein Rekordfrachtaufkommen verzeichnet, wobei mehr als die Hälfte auf das Geschäft großer chinesischer E-Commerce-Unternehmen zurückzuführen sei. Rund 95 Prozent der so nach Ungarn transportierten Güter würden in andere Länder weiterbefördert.
„Wir haben in Bezug auf den Luftverkehr eine absolute Führungsposition in Mitteleuropa, denn 37 Frachtflüge pro Woche verbinden uns mit neun chinesischen Städten, und im Personenverkehr verkehren jede Woche 21 Flüge zwischen sieben großen chinesischen Städten und Budapest“, fügte der Minister hinzu.
Abschließend kritisierte Péter Szijjártó die von der Europäischen Union verhängten Zölle auf chinesische Elektroautos scharf. Dies führe seiner Meinung nach zu einer Isolierung. „Wir möchten, dass Europa zur Vernunft zurückkehrt und die Zusammenarbeit zwischen europäischen und chinesischen Wirtschaftsakteuren nicht behindert“, forderte Péter Szijjártó.
via mti.hu, Beitragsbild: Facebook/Péter Szijjártó