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„Sei erneuert!“, so das Motto der diesjährigen gesamtungarischen Pfingstwallfahrt

Ungarn Heute 2024.05.21.

Nur mit einem lebendigen und aktiven Glauben können wir in dieser vom Krieg zerrissenen Welt Frieden schaffen, in der physische und geistige Kriege herrschen, und deshalb brauchen wir Erneuerung und Stärkung im Glauben und in der Liebe, betonte László Felföldi, der Bischof von Pécs, der das Hochamt der diesjährigen Pfingstwallfahrt von Șumuleu (Csíksomlyó, Schomlenberg) zelebrierte, in seiner Predigt.

Foto: Edit Kátai/MTI

Trotz des regnerischen Morgens am Pfingstsamstag kamen Hunderttausende von Menschen aus aller Welt zur Heiligen Messe vor dem Drei-Hügel-Altar (Hármashalom oltár). Die diesjährige Veranstaltung stand unter dem Motto „Sei erneuert!“.

Fact

In Ungarn wird Pfingsten auf sehr traditionelle Weise begangen. In Csíksomlyó (dt. Schomlenberg, ro. Șumuleu) können Katholiken zu Pfingsten Buße tun, denn der Gläubige, der seine Sünden bekennt und bereut, das Heiligtum im Gnadenstand des Beichtsakraments besucht und die Heilige Messe mitfeiert, erhält einen vollständigen Erlass der nach der Vergebung seiner Sünden verbleibenden „zeitlichen Strafen“. Die Wallfahrt nach Csíksomlyó zu Pfingsten ist die größte grenzüberschreitende Zusammenkunft ungarischer Christen.

László Felföldi sagte, dass die Botschaft, die unser Leben formt und erneuert, nicht von außen kommt. „Sie wird in unseren Herzen geboren und wird so zu einem Vorsatz und dann zu einer Verwirklichung. Sie erfordert jedoch eine lebendige Beziehung zu Gott und zueinander.

Das lebendige und anhaltende Gebet ist die wesentliche Grundlage, die tragende Kraft und die Quelle der Erneuerung, die uns erwartet“,

betonte er.

Foto: Edit Kátai/MTI

In seiner Predigt lag ein besonderer Akzent auf den jungen Menschen. Der Bischof warnte sie vor den Gefahren der digitalen Welt und wies darauf hin, dass auch sie, „die jungen Menschen, die der Zukunft nachjagen, die Zukunft aufbauen“, die Freude des Glaubens brauchen. Er forderte die Gläubigen auf, nicht nur Zuschauer oder Beobachter zu sein, sondern aktiv an den Gemeinschaften ihres Lebens teilzunehmen.

Foto: Edit Kátai/MTI

László Felföldi dankte den Jugendlichen für ihre Anwesenheit und betonte, dass sie im Leben einen Weg gehen müssen, den noch niemand zuvor gegangen ist, und bat sie, gute Vorbilder und Freunde zu sein und nicht nur an ihre Kleidung, sondern auch an ihre geistige und intellektuelle Nahrung zu denken.

Lasst nicht zu, dass das Böse der virtuellen Welt eure Menschenwürde zerstört,

hob der Bischof hervor.

Foto: Edit Kátai/MTI

Er unterstrich, dass nur ein gelebter Glaube Familien und Kinder vor dem Wirrwarr und den unmenschlichen Ideen im Internet bewahren kann sowie die Ehre der Vernunft, die Heiligkeit des Familientisches und die rettende Kraft der menschlichen Gemeinschaft.

László Felföldi, der Bischof von Pécs (Foto: Edit Kátai/MTI)

In diesem Jahr kamen viele Menschen zu Fuß, einige von ihnen legten die letzten Kilometer im strömenden Regen zurück. Andere kamen mit den drei Pilgerzügen aus Ungarn, während einige Menschen aus verschiedenen Teilen Siebenbürgens mit dem Auto, dem Bus, dem Fahrrad oder zu Pferd anreisten. Unter den Pilgern waren auch der stellvertretende Ministerpräsident Zsolt Semjén, Árpád János Potápi, Staatssekretär für nationale Politik, und Hunor Kelemen, Vorsitzender der Ungarischen Demokratischen Allianz Rumäniens (RMDSZ).

Foto: Edit Kátai/MTI

Der stellvertretende Ministerpräsident Zsolt Semjén erklärte, dass Ungarn aus Siebenbürgen, der Slowakei, Transkarpatien, der Wojwodina, dem Mutterland, den Vereinigten Staaten und von überall her zu den Feierlichkeiten in Șumuleu gekommen seien.

„Das stärkt uns in unserem Ungarischsein, unserer Zusammengehörigkeit und unserem Christentum“, sagte Zsolt Semjén und betonte die Kraft des Zusammenseins.

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via mti.hu, Beitragsbild: Facebook/Zsolt Semjén