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„Superbank“ unterliegt nicht mehr den Wettbewerbsgesetzen

Ungarn Heute 2020.12.11.
FIZETŐS

Die Regierung sieht die geplante Schaffung einer „Superbank“ durch die Fusion von Budapest Bank, MKB Bank und MTB Savings Bank als national-strategisches Interesse. Folglich fällt die Gewerkschaft nicht in die Zuständigkeit der ungarischen Wettbewerbsbehörde (GVH).

Das am Mittwoch in Kraft getretene Regierungsdekret 574/2020 besagt, dass die Fusion der Budapester Bank Zrt., der MKB Bank Nyrt. und der MTB Magyar Takarékszövetkezeti Bank Zrt., die die Takarék-Gruppe verwaltet, eine nationale und strategische Bedeutung hat, um die Wettbewerbsfähigkeit des ungarischen Finanzsektors zu steigern.

Die Regierung äußerte sich offen zu ihren Plänen, das Kapital der gesamten Wirtschaft in den Händen einiger weniger Unternehmen zu konzentrieren, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes somit zu steigern.

Das Regierungsdekret befreit die neu entstandene „Fusion“ von der Überprüfung der Wettbewerbsbehörde. Andernfalls würde es wahrscheinlich gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen.

Die Eigentümerstruktur dieser neuen „Superbank“ wurde am 30. Oktober bekannt gegeben. Gemäß der Investitions- und Konsortialvereinbarung wird die Superbank einen Wert von 744 Mrd. HUF (2,1 Mrd. EUR) haben.

48% der MKB Bank gehört dem Milliardär Lőrinc Mészáros. Der CEO von MTB ist József Vida, der Eigentümer des regierungsnahen Senders TV2.

Die Regierung hat sich noch 2010 zum Ziel gesetzt, mehr als die Hälfte des Bankensektors des Landes „in einheimische Hände“ zu bekommen. Heute sind fast 90% des Bankensystems im Besitz von Ungarn oder von einem Ungarn geleitet.

(Quellen: mfor.hu, hvg.hu, Hungary Today, Beitragsbild: MTVA/Bizományosi: Jászai Csaba)