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Szijjártó: Ungarn braucht ein starkes Europa

„Wenn es ein Land gibt, das ein starkes Europa braucht, dann ist es Ungarn“ – sagte der ungarische Außenminister am Montag in einem Vortrag an der Universität Bonn. Péter Szijjártó betonte, dass Ungarn, das sich mitten in Europa mit einer offenen Wirtschaft befindet, hat aus der Geschichte gelernt: Konflikte zwischen Ost und West hat ihm immer geschadet.

Europa sei mit historischen Herausforderungen konfrontiert. Es ist daher selbstverständlich, dass es Diskussionen über seine Zukunft gibt und darüber, wie ein starkes Europa gesichert werden kann – so Szijjártó. Er fügte hinzu: wenn in der Debatte über die Zukunft der Europäischen Union „jemand vom Mainstream abweicht“, ist es falsch, dass er sofort als „uneuropäisch“ bezeichnet wird.

Der Minister erinnerte daran: einige wollten schwache EU-Mitgliedstaaten, die sog. „Vereinigte Staaten von Europa“ schaffen. Eine starke Integration schwacher Länder sei jedoch schwer zu erreichen, und Ungarn ist der Meinung, dass eher starke Mitgliedsstaaten notwendig sind.

Szijjártó nannte Migration zu den fortwährenden Herausforderungen der EU. Er sagte, die Migration habe die Bedrohung wegen Terrorismus in Europa verschärft. Er fügte hinzu: jedes Land sollte die Möglichkeit haben, seine eigenen Lösungen für seine demografischen Herausforderungen zu finden, und dies müsse nicht unbedingt in Form von Einwanderung erfolgen.

Grenzschutz sei auch eine Frage der Souveränität, und sogar das Schengener Abkommen gebietet den Schutz der Außengrenzen Europas – so Szijjártó.

Der Minister betonte: Europa sollte zu seinen christlichen Wurzeln zurückkehren. Er nannte es „inakzeptabel“, dass an bestimmten Orten in Westeuropa christliche Symbole entfernt wurden.

Er sprach auch über den nächsten EU-Haushalt: „Die Verteilung der EU-Mittel hängt nicht von der Großzügigkeit der westeuropäischen Länder ab, wir haben Recht auf diese Mittel“- sagte er.

 

(Via: mti.hu, Beitragsbild: MTI)