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Ungarisch ist keine bedrohte Sprache, denn es gibt ein Mutterland

MTI - Ungarn Heute 2025.04.04.

Das Ungarische ist keine bedrohte Sprache, denn es gibt ein Mutterland, das es am Leben erhält, und die ungarischen Diaspora-Gemeinschaften können es bewahren, sagte Katalin Szili, Chefberaterin des Ministerpräsidenten am Donnerstag in Fünfkirchen (Pécs).

Die Politikerin sprach am Eröffnungstag der zweitägigen internationalen Konferenz über die ungarischen Diaspora-Gemeinschaften mit dem Titel Diaspora 2025 – Revitalisierung. Sie wies darauf hin, dass auf der Welt 6.000 Sprachen gesprochen werden, „von denen laut Optimisten etwa 600 gesichert sind“ und 500 nur von jeweils 50 Personen beherrscht werden, was bedeutet, dass diese Sprachen „extrem gefährdet sind“.

Die Bewahrung der Sprache ist die Grundlage für die Bewahrung der Identität. Wenn wir die Sprache verlieren, verlieren wir die Kultur, die Traditionen, einfach alles, meinte die Chefberaterin. Sie betonte, dass es zum Erhalt der ungarischen Sprache in der Diaspora notwendig war, ein institutionelles System zu schaffen, das nicht nur den Dialog und das gemeinsame Wissen fördert, sondern durch die kulturelle Unterstützung der Programme Sándor Kőrösi Csoma, Sándor Petőfi und Kelemen Mikes auch den ungarischen Gemeinschaften hilft, ihre Identität beizubehalten.

Katalin Szili betonte, dass eine wichtige Klausel des 2012 in Kraft getretenen Grundgesetzes darin bestehe, dass

Ungarn ‚Verantwortung für die außerhalb seiner Grenzen lebenden Ungarn trage‘, im Gegensatz zur vorherigen Verfassung, welche die Angabe ‚fühlt sich verantwortlich‘ enthielt.

Diese Verantwortung geht Hand in Hand mit dem Aufbau eines institutionellen Rahmens für den Dialog, der die Möglichkeit der nationalen Einigung schafft, in dem über die Richtungen der nationalen Politik diskutiert werden und darüber, wie die Aufgaben zur Wahrung der Identität erfüllt werden können, sagte sie.

Es sei wichtig, dass die Universität Pécs weiterhin eine aktive Rolle in dieser Arbeit spiele, u.a. durch ihre Projekte, die Rahmenvereinbarung mit dem Forschungsinstitut für nationale Strategie, die auf der Konferenz abgeschlossen werden soll, und die Zusammenarbeit mit dem Rákóczi-Verband, so die Politikerin.

Katalin Szili wies darauf hin, dass die Universität ihre zweite Diaspora-Konferenz abhält, und dass man vorhat,

an der Universität Pécs eine Art Zentrum für das weltweite ungarische Netzwerk zu etablieren.

Die Politikerin sprach auch darüber, dass es eine Renaissance ausländischer Jugendlicher gibt, die nach ihren ungarischen Wurzeln suchen. Da sie wissen, dass ihre Großeltern, Urgroßeltern oder noch weiter entfernte Vorfahren aus Ungarn kamen, halten sie es für wichtig, die ungarische Sprache zu lernen und die Kultur ihrer Vorfahren kennenzulernen.

Konferenz befasst sich mit der Revitalisierung ungarischer Diasporagemeinschaften
Konferenz befasst sich mit der Revitalisierung ungarischer Diasporagemeinschaften

Die Veranstaltung in Pécs wird Dutzende von Sektionsvorträgen und mehrere Rundtischgespräche umfassen.Weiterlesen

Via MTI Beitragsbild: Rákóczi Szövetség Facebook