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„Ungarn soll bis 2030 zu den wettbewerbsfähigsten Ländern der EU gehören”

Was könne das Geheimnis des ungarischen Erfolgs sein? Warum sei es für Ungarn immer noch schwer, das Erbe des Kommunismus loszuwerden? Wie helfe Ungarn den verfolgten Christen im Nahen Osten und in Afrika durch das Programm „Hungary Helps“?  Auf diese Fragen bekamen die ausländischen Journalisten exakte Antworten von den Mitgliedern der ungarischen Regierung. Ein Bericht über den zweiten Tag der Journalisten-Konferenz, organisiert von der Stiftung „Freunde von Ungarn“ (Betreiber der Nachrichten-Portale „Hungary Today“ und „Ungarn Heute“.) 

Freiheit, Tapferkeit, Redefreiheit und Familie – die sind die Grundsteine der ungarischen Gesellschaft – betonte in ihrem Vortrag die Direktorin des Museums „Haus des Terrors“. Am zweiten Tag der Journalisten-Konferenz standen erneut wichtige Themen im Mittelpunkt: wirtschaftliche Ereignisse, Geschichte, Sicherheitspolitik und ein international anerkanntes Hilfsprogramm Ungarns.

„Es gibt eine politische und wirtschaftliche Stabilität in Ungarn”

dies betonte Tamás Schanda, Staatssekretär für Innovation in seinem Vortrag. Er skizzierte die wirtschaftlichen Ereignisse Ungarns: „Die Regierung hat eine arbeitende Wirtschaft anstelle einer subventionierten Wirtschaft geschaffen.“ Die Arbeitslosenquote liegt um 3,5%, damit herrscht eine quasi Vollbeschäftigung in Ungarn. Die Löhne erhöhen sich ständig – so Schanda. Der Politiker betonte: die Bevölkerung wächst, die Fertilitätsrate stieg in den letzten Jahren von 1,25% auf 1,5%.

Ungarn soll bis 2030 zu den wettbewerbsfähigsten Ländern der EU gehören

Bis 2030 will die Regierung die Wettbewerbsfähigkeit des Landes weiter erhöhen, darin wird – laut Schanda – die Digitalisierung eine sehr große Rolle spielen. Er betonte: immer mehr große Firmen des digitalen Zeitalters bringen ihre Investitionen nach Ungarn. Weitere Ziele des Kabinetts sind: die Förderung des ungarischen KMU-Sektors und die Verdopplung der Studenten an informationstechnologischen Fakultäten.

„Westliche Länder erwarten von uns in der Migrationsfrage Solidarität, obwohl sie uns gegenüber nie solidarisch waren“

Ungarn war nach dem zweiten Weltkrieg 50 Jahre lang durch den Kommunismus unterdrückt, seit der Wende arbeitet das Land daran, dieses Erbe loszuwerden – betonte in ihrem Vortrag Mária Schmidt, Direktorin des Museums „Haus des Terrors“. Sie gab einen ausführlichen Vortrag über die Geschichte Ungarns. Laut Schmidt gab es nach der Wende keinen Elitenwechsel, und die Täter des kommunistischen Terrors wurden nicht zur Verantwortung gezogen – das macht die Aufarbeitungsarbeit schwer.

 

Sie erinnerte daran: die Orbán-Regierung hat neue Forschungsinstitute gegründet und auch die neue Verfassung hilft bei der Abschließung der Vergangenheit. Auf eine journalistische Frage antwortete die Direktorin: „Westliche Länder erwarten von uns in der Migrationsfrage Solidarität, obwohl sie uns gegenüber nie solidarisch waren“. Ungarn hat schon während des Kommunismus erlebt, was es bedeutet, unter der Lenkung einer fernen Bürokratie zu leben. Und das Land wollt es nicht einmal erleben – fügte sie hinzu.

 

 

 

„Europa will die illegale Migration legalisieren“

György Bakondi, Sicherheitsberater des Premierministers skizzierte die Hauptrouten der Migration, die durch Europa führen. Laut ihm wollen „die liberalen Organisationen und die Führung der EU selbst die illegale Migration legalisieren. Bakondi betonte: „Die gegenwärtige liberale Mehrheit startet immer neue Angriffe gegen die Länder, die die Migration nicht unterstützen.“ Er unterstrich: man soll dort helfen, wo die Probleme sind und die Probleme dürfen nicht nach Europa importiert werden.

Das selbe ist der Grundgedanke des ungarischen Hilfsprogramms „Hungary Helps“. Das Programm hilft verfolgten Christen, bei der Rückkehr und bei der „Zurücksiedelung“ in ihre Heimatländer. Das Programm wurde von Azbej Tristan, Staatssekretär für verfolgte Christen und humanitäre Hilfe präsentiert. Der Politiker unterstrich: die ungarische Regierung hilft verfolgten Christen bei der Wiederherstellung ihrer Häuser und ihrer Kirchen. Man baut auch Gemeinschaftshäuser im Irak, in Syrien und im Libanon. Der ungarische Staat startete auch ein spezielles Stipendienprogramm für die jungen Angehörigen der christlichen Familien, die die Verfolgung erleiden mussten.

Am letzten Tag der Journalisten-Konferenz wurde für die Teilnehmer ein Besuch in das Museum Haus des Terrors organisiert.

(Fotos: Tamás Lénárd)