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Ein Entwurf einer Verordnung wurde auf der Website der Regierung veröffentlicht.Weiterlesen
Ein Gesetzentwurf zur Einschränkung des Konsums von Energiegetränken könnte in der Frühjahrssitzung des Parlaments angenommen werden, erklärten Lőrinc Nacsa und István Hollik, Abgeordnete der Christlich-Demokratischen Volkspartei (KDNP), in einem gemeinsamen Video, das am Dienstag auf ihrer Social-Media-Seite veröffentlicht wurde.
István Hollik wies darauf hin, dass sie seit der Einreichung ihres Gesetzentwurfs, der den Verkauf von Energydrinks an unter 18-Jährige verbietet, von vielen Eltern kontaktiert wurden. „Ihre Geschichten und dringenden Bitten haben bestätigt, dass wir trotz der vielen Hindernisse durchhalten müssen“, betonte er.
Lőrinc Nacsa erklärte, dass der Vorschlag nur noch in Brüssel „durchgesetzt“ werden musste. Es habe länger gedauert als erwartet, aber sie hätten es schließlich geschafft. Nun seien alle Hindernisse beseitigt, damit in der am Montag begonnenen Frühjahrssitzung des Parlaments darüber abgestimmt werden könne.
Der Vorschlag zur Einschränkung des Konsums von Energiegetränken steht in Ungarn schon lange zur Debatte.
Als der Gesetzentwurf im vergangenen Jahr ausgearbeitet wurde, wurde darauf hingewiesen, dass das Nationale Zentrum für öffentliche Gesundheit und Pharmazie – und sein Vorgänger – im Berichtszeitraum vom 1. November 2011 bis zum 13. Oktober 2023 fast 500 Berichte über Zwischenfälle, Krankheiten und unerwünschte Symptome im Zusammenhang mit dem Konsum von Energydrinks erhalten hat. Von den gemeldeten Vorfällen betrafen 74 Prozent der Fälle junge Menschen unter 18 Jahren und die meisten Fälle traten in der Altersgruppe der 15- bis 16-Jährigen auf. Die Menge des konsumierten Energydrinks schwankte zwischen 1 Deziliter und 2,5 Liter pro Person, und 22 Prozent der Energydrinks wurden zusammen mit Alkohol konsumiert.
Die Daten zeigten auch, dass 74 Prozent (333) der 450 von Symptomen und Krankheiten betroffenen Personen unter 18 Jahre alt waren.
Symptome, die mit dem Konsum von Energiegetränken in Verbindung gebracht werden, wurden ebenfalls festgestellt: Schwindel, Ohnmacht, Erbrechen, Übelkeit, starkes Herzklopfen, Zittern, Taubheitsgefühl der linken Hand, hoher Blutdruck, Kopfschmerzen, Brustschmerzen, Unruhe. Zu den unerwünschten Wirkungen gehörten: Koffeinüberdosierung, Spätabort bei Schwangeren, niedriges Geburtsgewicht, Totgeburt, negative Auswirkungen auf das Nerven- und Herz-Kreislauf-System bei Kindern und Jugendlichen sowie Sucht.
via mti.hu, Beitragsbild: Pixabay