Aktuell

„Verstaatlichung“ der Forschung?

Ein Großteil der Finanzierung – rund 20 Milliarden Forint (62,29 Mio. Euro) – der Forschungsinstitute der Ungarischen Akademie der Wissenschaften soll in die Befugnis des Ministeriums für Innovation und Technologie übergehen. Die Akademie erfuhr diesen Plan aus dem Haushaltsentwurf. Akademiker bezeichneten den als einen „Angriff auf die Autonomie der Wissenschaft“ und baten die Regierung um die Veränderung des Gesetzes.

„Die Regierung beriet sich vor der Entscheidung nicht mit der Akademie, der Haushaltsentwurf wurde ohne uns entworfen” – betont die Leitung der MTA.  Die Führung der Akademie hat noch am Freitag eine außerordentliche Sitzung einberufen. Sie luden dazu sogar den Ministern László Palkovics ein. „Die Unabhängigkeit der Ungarischen Akademie der Wissenschaften wird dadurch nicht verletzt, dass das Institut das Geld in der Zukunft durch das Ministerium bekommt.“ – so der Minister. Das Ministerium für Innovation und Technologie begründete den Schritt mit der Notwendigkeit der „effektiveren Nutzung der Gelder“. László Lovász, Leiter der Akademie will aber mehr als das Versprechen des Ministers, er will Garantien. Die Gespräche werden angeblich heute fortgesetzt.

Die Mitteilung der Akademie über den Haushaltsplan finden Sie hier (ungarisch).

(Via: hvg.hu, science.apa.at, Beitragsbild: Illyés Tibor / MTI)