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Die militärische Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Serbien war noch nie so stark, wie das von den beiden Seiten unterzeichnete Abkommen über die Zusammenarbeit für das Jahr 2025 zeigt, erklärte der ungarische Verteidigungsminister am Dienstag in Belgrad.

Kristóf Szalay-Bobrovniczky sagte, dass es im heutigen sich schnell verändernden und unsicheren internationalen Umfeld von größter Bedeutung sei, dass sich Serbien und Ungarn als Nachbarländer kontinuierlich und auf hohem Niveau beraten, um die Stabilität in der Region zu gewährleisten. Er fügte hinzu, dass Ungarn unter den benachbarten Nicht-EU- und NATO-Mitgliedsstaaten die intensivsten bilateralen Verteidigungs- und Militärbeziehungen mit Serbien unterhält und dass Ungarn auch zur Modernisierung der serbischen Streitkräfte beiträgt.

Der Minister betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen den beiden Verteidigungsministerien und Streitkräften immer stärker werde und dass Serbien und Ungarn strategische Partner seien, und dies seit 2023 auch auf den Bereich der Verteidigungs- und militärischen Zusammenarbeit ausgeweitet worden sei. Er erklärte, dass

im Rahmen des am Dienstag unterzeichneten Dokuments im Jahr 2025 insgesamt 79 gemeinsame Programme durchgeführt werden,

wie z.B. die Marineausbildung, die multinationale Ausbildung für Friedenseinsätze für freiwillige Reservisten und die Schießausbildung. Der Minister hob hervor, dass diese Programme zur Weiterentwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern beitragen und das Erreichen gemeinsamer Ziele im Verteidigungs- und Militärbereich gewährleisten.

Kristóf Szalay-Bobrovniczky wies darauf hin, dass sich Ungarn für Frieden und Stabilität auf dem Westbalkan einsetzt, dessen Schlüsselakteur Serbien sei. Er fügte hinzu, dass Ungarn weiterhin an seinem Standpunkt festhält, dass die Europäische Union ohne den Westbalkan, einschließlich Serbien, nicht vollständig sein kann.

Ungarns internationales militärisches Engagement auf dem Westbalkan sei auch ein Zeichen für die Bedeutung der Region,

so der Minister. Ungarn habe sich von Anfang an aktiv an den KFOR- und EUFOR-Operationen beteiligt und einen Kommandeur sowie Hunderte von Soldaten zu beiden Operationen entsandt. Darüber hinaus hat Budapest das Friedensabkommen von Dayton konsequent unterstützt.

Auf der gemeinsamen Pressekonferenz betonte der serbische Präsident Aleksandar Vučić, dass die umfassende Verteidigungszusammenarbeit einer der wichtigsten Aspekte der strategischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern sei.

Er erinnerte daran, dass es dem ungarischen Premierminister Viktor Orbán zu verdanken war, dass die NATO 1999 keine Bodenoffensive gegen das damalige Jugoslawien starten konnte. Er betonte, dass die beiden Seiten 26 Jahre später die Gelegenheit haben, eine sehr enge strategische Beziehung aufzubauen.

Der serbische Präsident unterstrich, dass das von den beiden Ministern unterzeichnete Dokument das 2023 unterzeichnete Abkommen über die strategische Verteidigungszusammenarbeit konkretisiert, berichtet Pannon RTV.

Aleksandar Vučić äußerte die Hoffnung, dass die Vereinbarung über gemeinsame militärische Aktivitäten fortgesetzt wird, um eine militärische Allianz zwischen Serbien und Ungarn zu schaffen.

„Bei diesen 79 Aktivitäten sind viele Dinge für uns wichtig: Gemeinsame Aktivitäten, Ausbildung und Übungen, Rüstungsindustrie, friedenserhaltende Maßnahmen, Cybersicherheit, militärische Ausbildung und Militärmedizin. Für uns sind die Hubschrauberübungen, die wir mit unseren ungarischen Partnern durchführen werden, äußerst wichtig. Sie verfügen über eine hervorragende Infrastruktur, die für uns von großer Bedeutung ist. Die Flugplätze in Ungarn und Serbien werden nahezu gleich genutzt“, so der Politiker.

Der serbische Präsident dankte Ungarn dafür, dass es Serbien nicht nur in guten, sondern auch in schwierigen Zeiten zur Seite steht, und erklärte, dass Budapest immer auf die Unterstützung Belgrads zählen kann. Aleksandar Vučić erklärte auch, dass er in Kürze mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zusammentreffen wird, um die Fortsetzung der strategischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu besprechen.

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via mti.hu, pannonrtv.com; Beitragsbild: honvedelem.hu