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Vertrag für Entwicklung des neuen Mátra-Kraftwerksblocks unterzeichnet

Ungarn Heute 2025.02.26.

Ein wichtiger Schritt für die ungarische Energieversorgung wurde mit der Unterzeichnung des Vertrags für die Entwicklung des neuen Gas- und Dampfturbinenblocks im Kraftwerk Mátra vollzogen. Dies markiert einen bedeutenden Schritt, da in Ungarn seit rund 15 Jahren kein neues grundlegendes Stromerzeugungskraftwerk in Betrieb genommen wurde.

MVM gab in einer Mitteilung bekannt, dass nun mit der detaillierten Ausführungsplanung und den Vorbereitungen für die Bauarbeiten in Visonta begonnen werden kann.

Das Projekt soll modernste Technologien nutzen und die Energieversorgung des Landes sichern.

Die MVM Mátra Energia Zrt., ein Teil der MVM-Gruppe, unterzeichnete den Vertrag auf Auftraggeberseite. Das ausführende Konsortium besteht aus der ungarischen Status KPRIA Zrt. (Mészáros-Gruppe), der ungarischen West Hungária Bau Kft. (WHB-Gruppe) und den ägyptischen Elsewedy Power System Projects (Elsewedy Electric). Diese Partnerschaft vereint ungarische und internationale Expertise.

Energieminister Csaba Lantos betonte laut der Mitteilung die Unterstützung des Staates für dieses Vorhaben. Er hob hervor, dass die Entwicklung wesentlich zur Stärkung der Energieunabhängigkeit Ungarns, zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und zur Erreichung der Klimaziele beiträgt.

Besonders wichtig sei die Rolle des neuen Kraftwerks bei der Ausbalancierung der erneuerbaren Energien.

Das neue Kraftwerk soll hochmoderne und effiziente Technologien nutzen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Nutzung von grünem Wasserstoff als Brennstoff, was eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen ermöglicht. Diese innovative Lösung wird erstmals in Ungarn eingesetzt, zitiert die Mitteilung Lőrinc Mészáros, Eigentümer der Mészáros-Gruppe.

Die Fortführung des Mátra-Kraftwerksbetriebs ist für die regionale Wirtschaft und Beschäftigung von großer Bedeutung. Laut MVM-CEO Károly Mátrai wird das Projekt von der lokalen Bevölkerung unterstützt, was die gesellschaftliche Akzeptanz und die nachhaltige Entwicklung der Region fördert.

Ahmed Elsewedy, CEO von Elsewedy Electric, betonte die langjährige Erfahrung seines Unternehmens im Bereich Energie- und Infrastrukturlösungen. Er sieht das erste Projekt des Unternehmens in Ungarn als wichtigen Beitrag zur Energieinfrastruktur des Landes und möchte die Partnerschaft langfristig ausbauen.

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via mti.hu, Beitragsbild: Facebook/MVM Mátra Energia Zrt.