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Zehntausende bei Seligsprechung von Janos Brenner

Die Zeremonie fand in der west-ungarischen Stadt, Szombathely statt. Der ungarische Zisterzienserpater, János Brenner, konnte nur zweieinhalb Jahren im priesterlichen Dienst sein, weil er 1957 von Kirchengegner getötet wurde. Er ist am Dienstag in einer Feier mit mehr als 30.000 Gläubigen, darunter zahlreiche Burgenländer seliggesprochen worden. (Ein Bericht von kath.net)

Der Prozess wurde vom Präfekten der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, Kardinal Angelo Amato geleitet. Unter den Konzelebranten war auch der Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics. Kardinal Amato erinnerte an das Wort des Römerbriefs:

„Eines aber wissen wir: Alles trägt zum Besten derer bei, die Gott lieben“.

Dies sei auch das Thema der ersten Homilie gewesen, die der 1931 geborene Janos Brenner nach der Priesterweihe 1955 gehalten habe und die auch sein Denken geprägt habe.

In seinem kurzen priesterlichen Leben habe „wirklich alles zum Guten gewirkt, einschließlich sein Tod“.

„Denn sein Blut hat geholfen, den Samen des Christentums keimen zu lassen, als Ungarn vom Kommunismus verdunkelt war“, so Amato.

„Dies ist mein größter Wunsch heilig zu sein, gesegnet zu werden und auch andere zu segnen.“ – stand die Eintragung in dem Tagebuch von Brenner. Er war ein fröhlicher und gelassener Jugendlicher. Stammte aus einer sehr religiösen Familie mit zwei Brüdern, die ebenfalls Priester wurden. Er besuchte die Gymnasien der Zisterzienser in Pécs und der Prämonstratenser in Szombathely. Nach der Verstaatlichung der Schulen durch das kommunistische Regime legte er seine Abschlussprüfungen in Zirc ab.

Foto: Szombathelyi Egyházmegye

 

Er habe den Ordensnamen Fra Anastasio erhalten und nach der immer schlimmer gewordenen Unterdrückung in Ungarn das Noviziat im Versteck fortgesetzt. Er sei übersiedelt, um im Diözesanseminar zu studieren.

„Sein Lächeln, die Liebe, die seine ganze Gestalt erfüllte, blieb jedem, der ihn traf, unauslöschlich. Er konnte die Herzen der Jugendlichen ansprechen, ebenso Alte und Roma, und er konnte der Kirche Dutzende von Menschen bringen“, so Amato.

Nach dem Aufstand von 1956, „in diesen tragischen Jahren in Ungarn, gab es aber leider eine starke antikatholische kommunistische Verfolgung. Die Kirche wurde bekämpft, Priester und Gläubige gedemütigt“.

Das Regime habe parallel „eine Bewegung von ‚Priestern für den Frieden‘ geschaffen, mit der Absicht, Disharmonie und Spaltung in den Klerus zu bringen“, sagte der Kardinal: „Der Bischof, der spürte, dass die Situation für Brenner gefährlich wurde, versuchte ihn anderswohin zu versetzen. Aber der junge Priester wollte es nicht. Er vertraute Gott völlig und lächelte, obwohl er einen Angriff erlebt hatte, jedoch unversehrt geblieben war.“

Am 15. Dezember 1957 erlitt Pater Janos das Maryrium. Er wurde von einem Jungen begleitet, der ihn bat, seinen Onkel zu besuchen, der vor seinem Tod eine Lebensbeichte ablegen wollte. Der junge Priester zögerte keinen Augenblick, nahm den Koffer mit dem heiligen Öl und der Eucharistie und ging nach Zsida, einem abgelegenen Dorf. An einer einsamen Stelle, wo jetzt die Kapelle des Guten Hirten in Erinnerung an das Opfer seines Lebens steht, wurde er überfallen und mit 32 Stichwunden getötet. Sein Körper wurde getreten und geschlagen, der Nackenknochen gebrochen.

„Janos führte junge Menschen zum Leben des Evangeliums, zum Respekt anderen gegenüber, zur Hilfe für Bedürftige, zur Förderung der Harmonie in der Familie“, sagte der Kardinal:

„Er wurde geliebt von allen, groß und klein, wegen der Klarheit seines Blicks und der Jovialität seines Wesens. Das war es, was die herrschende Partei irritiert hatte, die das Monopol der atheistischen und antichristlichen Erziehung beanspruchte.“

(Via: kath.net, mti.hu, wikipedia.de, Beitragsbild: MTI, Varga György)