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Zusammenarbeit von China und Mitteleuropa ist EU-Interesse

Die Förderung der Zusammenarbeit zwischen China und Mitteleuropa liegt auch im Interesse der Europäischen Union – sagte Ungarns Außenminister nach einem China-Mitteleuropa Gipfel in Sofia. Péter Szijjártó betonte: der globale Handelskrieg sei „eine schlechte Nachricht“ für die EU, da sie die Wettbewerbsfähigkeit der Union „reduzieren“ würde. Ungarn war auf dem „16 + 1“ -Gipfel auch von Premierminister Viktor Orbán vertreten.

Die EU Interesse ist: ein freier und fairer Handel, mit möglichst geringen Handels-, Investitions- und Wirtschaftshemmnissen – betonte der Außenminister nachdem er in China mit anderen Eu-Staaten Verhandlungen führte. Deshalb – so setzte er fort – arbeiten die mitteleuropäischen Länder an einer offenen und freien Zusammenarbeit mit China. Der Wert der ungarischen Exporte nach China ist der höchste in Mitteleuropa – fügte er hinzu. Ungarn ist Chinas Top-Investment Ziel und diese finanzielle Zusammenarbeit kann noch weiterentwickelt werden. Deswegen hat die Ungarische Entwicklungsbank (MFB) eine Vereinbarung mit der Bank of China unterzeichnet:  über die Vorbereitung des Eintritts der MFB in den chinesischen Anleihemarkt – sagte Szijjártó. Um die Zusammenarbeit zwischen China und Mitteleuropa weiter zu fördern, werde Budapest Gastgeber eines Treffens der Notenbankchefs der 17 Länder sein – fügte er hinzu. Es wurde auch beschlossen, dass das Koordinierungszentrum des sog. „Interbank Association“ in Budapest gegründet wird. Anlässlich des 70. Jahrestags der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern haben Ungarn und China beschlossen, einen langfristigen 5-7-Punkte-Aktionsplan zusammenzustellen, um die bilateralen Beziehungen zu einer „neuen Dimension“ zu entwickeln, sagte Szijjártó.

 

Foto: Regierungschef von Bulgarien, Bojko Boriszov empfängt Viktor Orbán in Sofia. MTI – Zsolt Szigetváry

 

Der Plan wird die wirtschaftliche Zusammenarbeit, die Entwicklung der Infrastruktur sowie die Zusammenarbeit im Bildungsbereich abdecken. Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit Ungarns und der Region zu verbessern und die Beziehungen zu China zu vertiefen – sagte der Minister. Szijjártó bezeichnete die Modernisierung der Strecke Budapest-Belgrad als das „Flaggschiff“ – Projekt der Kooperation mit China im Bereich der Infrastrukturentwicklung. Die Bahnlinie wird die schnellste Route des 21. Jahrhunderts nach Westeuropa sein. Das Projekt wird voraussichtlich bis 2023 abgeschlossen sein und der Bauvertrag wird noch in diesem Jahr unterzeichnet, betonte Szijjártó.

(Via: mti.hu, Beitragsbild: MTI / MINISZTERELNÖKI SAJTÓIRODA / Balázs Szecsődi)