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Erneuter Sieg von Orbáns Fidesz: sogar eine Zweidrittelmehrheit möglich

Ministerpräsident Viktor Orbán und seine Partei FIDESZ hat die Parlamentswahl in Ungarn deutlich gewonnen. Sie wird mit der Partei KDNP – nach Auszählung fast aller Stimmen – 133 der insgesamt 199 Sitze im Parlament besitzen.

„Wir haben gewonnen, Ungarn hat einen großen Sieg errungen… die hohe Beteiligung habe alle Zweifel ausgeräumt“ – sagte Orbán am Sonntag spät in der Nacht in seiner Rede. Sie seien damit in der Lage, Ungarn verteidigen zu können – fügte der Ministerpräsident hinzu. Orbán hatte sich im Wahlkampf eindeutig gegen Einwanderung positioniert. Demnach nannte er den 08. April eine „Schicksalswahl”. Obwohl die hohe Rekord-Wahlbeteiligung (70,53%) – nach Experten – hätte der Opposition helfen müssen, konnten die unterschiedlichen Parteien das nicht ausnützen.

Opposition – Eine Nacht der Rücktritte

Nach Angaben der Wahlkommission konnte die rechtsnationale Partei Jobbik 26 Sitze erreichen, die Sozialisten 20 Mandate. Spitzenvertreter beider Parteien traten nach der klaren Niederlage zurück. Der Regierungswechsel sei das Ziel von Jobbik gewesen, was aber nicht gelang – sagte Gábor Vona, Vorsitzender der Partei. Die Partei LMP (die Grünen) konnte 6,99% erreichen, die links-liberale „Együtt” (Gemeinsam) nur 0,65 % der Stimmen!

Wahlergebnisse nach Angaben der Wahlkommission:

  1. FIDESZ-KDNP (48 %, 2 540 970 Stimmen)
  2. JOBBIK (19,69 %, 1 021 857 Stimmen)
  3. MSZP-PÁRBESZÉD (12,48 %, 646 004 Stimmen)
  4. LMP (6,99 %, 362 591 Stimmen)
  5. DK (5,64 %, 292 131 Stimmen)
  6. MOMENTUM (2,87 %, 148 627 Stimmen)
  7. MKKP (1,71 %, 88 675 Stimmen)
  8. EGYÜTT (0,65 %, 33 221 Stimmen)
Via: valasztas.hu

 

In Budapest gibt es ein anderes Bild: in der Hauptstadt konnten die Oppositionsparteien die Mehrheit der Stadtbezirke für sich entscheiden.

 

Via: valasztas.hu

 

Voraussichtliche Zusammensetzung des Parlaments

Via: valasztas.hu

Die Voten von 270.000 Bürgern, die nicht in ihrem Wohnort wählten, werden erst diese Woche ausgezählt. Das neue Parlament wird voraussichtlich Anfang Mai gegründet.

(Via: mti.hu., valasztas.hu, diepresse.com, der standard.at, Beitragsbild: MTI/Koszticsák Szilárd)