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Gedenktafel für die vertriebenen Ungarndeutschen in Pirna enthüllt

Gestern wurde eine Gedenktafel zur Erinnerung an das Schicksal der vertriebenen Ungarndeutschen in der deutschen Stadt Pirna enthüllt.

Der stellvertretende Botschafter der Republik Ungarn in Deutschland, András Izsák (in der Mitte), der vom Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (l.) und vom Bundestagsabgeordneten Klaus Brähmig (r.) begrüßt wurde, trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Pirna ein. (Foto: Facebook-Seite von Klaus Brähmig)

Etwa 50.000 Männer, Frauen und Kinder mussten nach dem Zweiten Weltkrieg, genau vor 70 Jahren, ihre Heimat verlassen, sie wurden in die Sowjetische Besatzungszone Deutschlands vertrieben. Zunächst fand der überwiegende Teil von ihnen in der „Grauen Kaserne“ in Pirna Aufnahme. Später wurden die Vertriebenen von hier aus in verschiedene Regionen Sachsens verteilt.

Die Idee für den Erinnerungsort kam von dem Zeitzeugen Professor Heinrich Oppermann und einem weiteren Dresdner, dem mittlerweile verstorbenen Professor Jakob Justus. Verwirklicht wurde sie mit Hilfe der Stadt Pirna und weiterer Unterstützer, die der Bundestagsabgeordnete Klaus Brähmig (CDU) fürs Projekt gewann. Die Gedenktafel wurde vom Sächsischen Staatsministerium des Innern finanziert und am 22. August 2017 von Jens Baumann vom sächsischen Innenministerium, von Bundestagsabgeordneten Klaus Brähmig (CDU), vom Zeitzeugen Heinrich Oppermann, vom ungarischen Botschaftsgesandten András Izsák und vom Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke enthüllt.

„Die Tafel soll auch den nachfolgenden Generationen als Mahnung dienen, für ein in Frieden, Demokratie und politischer Stabilität geeintes Europa zu wirken.”, sagte Klaus Brähmig bei der Enthüllung. Er dankte dem Gesandten des ungarischen Botschafters für seine Anwesenheit und erinnerte daran, dass die Orbán-Regierung im Dezember 2012 den 19. Januar einstimmig zum künftigen Tag des Gedenkens an die Vertreibung der Ungarndeutschen erklärte. Seit 2013 wird dieser Gedenktag in Ungarn offiziell begangen.

via sz-online.de, Facebook-Seite von Klaus Brähmig; Foto: sz-online.de