Panorama

Ungarische Folklore bei der Berlin Fashion Week

Die österreichische Designerin Lena Hoschek hat mit ihrer neuen Kollektion „Kiss me Piroschka!“ Ungarn auf die Bühne der Berlin Fashion Week gezaubert. In ihrer Frühjahr/Sommer-Kollektion 2018 setzte der steirischen Modemacherin auf ungarische Folklore-Elemente.

Die Designerin beschäftigt sich schon lange mit Folklore. Laut ihr wird bei der Vergleich der Trachten verschiedenster Länder schnell klar, wie viele Gemeinsamkeiten die Völker grenzübergreifend miteinander verbinden. Die von der ungarischen Folklore inspirierten Entwürfe brachten Farben und Mustern, Rüschen, Volants, Fransen, Schnürungen und Bommelquasten auf dem Laufsteg.

Es dominierte die Frabe Feuerrot (Foto: Britta Pedersen – dpa)

Die floralen Stickereien der Matyó im ungarischen Nordosten haben die Designerin inspiriert, weiße Blusen mit Matyó-Motiven zu zieren, weit schwingende, plissierte Röcke zu entwerfen und sie mit massigem Schmuck zu kombinieren. Ein Meer aus Blumen, bestickte Blusen und Kleider mit reichen Bänderverzierungen erschienen auf der Bühne in Berlin. Sowohl bei den Kleidern, als auch bei Accessoires dominierte die Farbe Feuerrot.

Von Matyó-Motiven inspirierte Stickerei (Foto: Markus Schreiber – AP)

Die musikalische Untermalung des Shows kam auch aus Ungarn: Musik des zeitgenössischen ungarischen Musikers Róbert Hrutka, die Klänge von der Buda Folk Band und von Béla Lakatos & The Gipsy Youth Project ertönten im ehemaligen Kaufhaus Jandorf. Johannes Brahms‘ Ungarischer Tanz Nr. 5 gab den Höhepunkt der Vorführung.

„Brautkleid“ von Lena Hoschek (Foto: Markus Schreiber – AP)

Lena Hoschek konnte diesmal mit ihren Kreationen nicht nach Berlin reisen. Am Ende des Shows trugen Models Schilder durchs Publikum, die die hochschwangere Designerin zeigten, die Herzen und „Bussis“ in die deutsche Hauptstadt schickte.

Lena Hoschek schickte viele Bussis aus Wien nach Berlin (Foto: Getty Images)

via derstandard.at, kleinezeitung.at; Foto: Britta Pedersen – dpa