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Vergütungsreport Ungarn: Auch 2018 werden deutliche Gehaltssteigerungen erwartet

Der gemeinsame Vergütungsreport der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer (DUIHK) und der Personal- und Managementberatung Kienbaum Consultants Austria GmbH wurde 2017 zum 19. Mal erstellt.

via ahkungarn.hu

Für den aktuellen, am 4. Dezember in Budapest vorgestellten Report wurden reale Gehaltsdaten von rund 16.000 Stellen ausgewertet. Auf der Grundlage dieser Erhebung präsentiert der Report für 76 konkrete Positionen typische Werte zur Ausbildung, zur Personalverantwortung und zu den einzelnen Vergütungsbestandteilen.

Dirk Wölfer, Bereichsleiter Kommunikation der DUIHK machte bei der Pressekonferenz darauf aufmerksam, dass in der aktuellen Konjunkturumfrage der Kammer 75% der befragten Unternehmen den Fachkräftemangel als eines der größten Risiken für die kommenden 12 Monate nannten. 56% der Befragten wollen in den kommenden zwölf Monaten mehr investieren, als im vorhergehenden Zeitraum, und 61% planen, zusätzliches Personal einzustellen.

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Die deutliche Steigerung der Grundgehälter seit dem Herbst 2016 ist die interessanteste Entwicklung: „Wir sind überrascht über die diesjährige Gehaltsentwicklung in Ungarn. Prognostiziert für 2017 war eine Steigerung um bis zu vier Prozent, tatsächlich sind es ganze sechs Prozent geworden”, erklärte András Sághy, Country Manager bei Kienbaum.“ Facharbeiter in Ungarn konnten sich sogar über Gehaltserhöhungen von durchschnittlich 7,4% freuen, Abteilungsleiter und Angestellte über 6% und leitende Angestellte wie Teamleiter über 5,8 %. Zudem gebe es deutliche regionale Unterschiede, so der Manager. Die Vergütung im Ballungsraum Budapest liegt z.B. um mehr als 20 Prozent über dem ungarischen Durchschnitt.

Für 2018 rechnen die Firmen nicht mit einem nachlassenden Lohndruck: Durchschnittlich wird ein Anstieg um 6,1% erwartet, wobei Arbeiter und Angestellte mit 6,8 bzw. 6,4 Prozent erneut leicht überdurchschnittliche Einkommensverbesserungen erwarten können, erläuterte Sághy.

via mti.hu, ahkungarn.hu; Foto: 24.hu