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Corona: Mehr als dreitausend Lehrer lehnen Pflichtimpfung ab

Ungarn Heute 2021.11.30.

Laut einer neuen Umfrage wollen sich mehrere tausend Lehrer in Ungarn nicht impfen lassen, sodass diese ab Januar 2022 ihre Jobs in den Schulen verlieren werden.

Die Umfrage hat die Nationale Pädagogen-Kammer initiiert, um festzustellen, wie viele Lehrer und andere Mitarbeiter in den Schulen, welche die Corona-Impfung ablehnen, ab Januar nächsten Jahres durch andere ersetzt werden müssen. Das Ergebnis: Es handelt sich um mehrere tausend Personen.

In den 1522 Einrichtungen gibt es zurzeit 5270 ungeimpfte Pädagogen, von denen sich 3338 auch weiterhin nicht impfen lassen wollen. Darüber hinaus gibt es 3289 sonstige ungeimpfte Mitarbeiter des Schulwesens, von denen 2081 die Vakzine auch künftig nicht wollen.

Lehrer protestieren gegen Impfpflicht
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Laut den Demonstranten werden wegen dieser Maßnahme viele Lehrer ihren Beruf verlassen.Continue reading

Laut Péter Horváth, dem Präsidenten der Nationalen Pädagogen-Kammer, gibt es hinsichtlich des Anteils der Geimpften große Unterschiede unter den Schulen: Es gibt Einrichtungen, wo dieser Anteil 100 Prozent beträgt, und es gibt welche, wo es sich nur um 30-40 Prozent handelt.

Selbst wenn 60 % der noch nicht Geimpften ihre Meinung ändern, würde der Prozentsatz des fehlenden Personals in bestimmten Schulen ab Januar immer noch bei 10-20 % liegen, was die Durchführung der Arbeit eindeutig gefährdet. Aus diesem Grund können nach den Winterferien Paniksituationen entstehen,

sagte der Präsident.

Trotz Forderung der Gewerkschaften bleibt Impfpflicht für Lehrer bestehen
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Nach Italien war Ungarn das zweite Land in Europa, das die Impfpflicht für Lehrer einführte. Die Entscheidung hat in Ungarn heftigen Widerstand ausgelöst.Continue reading

Nach der Entscheidung der Regierung müssen die Lehrer die erste Dosis der Vakzine bis spätestens 15. Dezember bekommen. Laut Angaben des Ministeriums für Humanressourcen haben sich etwa 89 Prozent der Pädagogen für die Impfung registriert.

Quelle: 24.hu  Bild: Péter Komka/MTI