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Makkabi-Vereine beklagen Antisemitismus von arabischen Migranten – inzwischen veranstaltet Budapest die nächsten Makkabi Spiele 2019

„So aggressiv und hasserfüllt wie nie zuvor“ – so charakterisierte der Präsident der jüdischen Makkabi-Vereine in Deutschland den zunehmenden Antisemitismus von Migranten aus arabischen Ländern. Laut ihm ist es vor allem in unterklassigen Sport-Ligen typisch. Inzwischen kommen die Makkabi-Spiele nächstes Jahr nach Budapest.

Alon Meyer, Präsident vom Dachverband Makkabi Deutschland sprach darüber in einem Interview für das deutsche Magazin Spiegel. Er betonte, dass die Judenfeindlichkeit schon lange nicht mehr von rechtsgerichteten Gruppierungen komme, sondern verstärkt von Gegnern mit muslimisch-arabischem Hintergrund, „die uns im Sport anfeinden“. Es betreffe vor allem den Fußball, den Handball und den Basketball – und vor allem Makkabi-Mannschaften in den A-, B- und C-Klassen sowie in der Kreisklasse. „In der Oberliga passiert das sehr selten. Die Leute haben eine gewisse Disziplin“ – sagte Meyer.

So sind die Sportler immer wieder Beleidigungen und Bedrohungen ausgesetzt. Die verbalen Attacken reichen von „Drecks-Jude“ über „Schiedsrichter zieh‘ dein Judentrikot aus“ bis „Juden ins Gas“.

Die European Maccabi Games werden alle vier Jahre, zwei Jahre nach der Makkabiade in Israel veranstaltet. Die europäischen Delegationen entsenden ihre besten jüdischen Sportler um anzutreten. Die ersten European Maccabi Games wurden 1929 in Prag veranstaltet, gefolgt von Spielen in Antwerpen 1930. An den Spielen treffen sich mehr als 1.000 Juden aus allen europäischen Nationen, um in verschiedensten Disziplinen um die begehrten Medaillen zu kämpfen. Die nächsten Spiele finden in Budapest statt.

 

Bisher wurden aber für die Makkabi-Spiele keine, vorher geplanten Sportanlagen eingerichtet – schrieb das ungarische Portal hvg.hu vor einigen Tagen. Die Website erinnert auch daran: man sollte in 10 Monaten ein neues Schwimmbad, eine Sporthalle, weitere neue Sportplätze und auch Parkplätze aufbauen.  Viele Analysten sind aber der Meinung, dass es Ungarn schaffen wird, die Spiele problemlos zu veranstalten. Das kann dann die politische Nachricht der Regierung stärken: Ungarn spielt eine führende Rolle im Kampf gegen Antisemitismus.

(Via: spiegel.de, hvg.hu)