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Orbán in Israel: Ziel ist es, Antisemitismus in Europa einzudämmen

MTI - Ungarn Heute 2019.02.19.

Die ungarische Regierung wird in Jerusalem eine Außenhandelsvertretung eröffnen, sagte Premier Viktor Orbán am Dienstag und fügte hinzu, dies sei „ein weiterer Schritt auf dem Weg zu engeren Beziehungen zwischen Ungarn und Israel“. Nach Gesprächen mit Benjamin Netanjahu sagte Orbán auf einer gemeinsamen Pressekonferenz, er habe seinen israelischen Amtskollegen über die bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament informiert, „ein wichtiges Ziel wird es sein, den Antisemitismus in Europa einzudämmen“.

„Wir bemühen uns, nach den Wahlen solche neue europäische Führer zu haben, die keine NGOs finanzieren, die sich in politische Angelegenheiten einmischen und eine antiisraelische Position fördern“ – betonte der ungarische Ministerpräsident in Israel, nach dem Treffen mit dem israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu.

In Bezug auf den Boykott Polens bei dem Gipfeltreffen in Israel sagte Orbán: „Es wäre besser gewesen, wenn sich alle hier wären. Es ist immer besser zusammen zu sein, als dass jemand vermisst wird.“ Er wies auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Polen hin und äußerte die Hoffnung, dass „Polen und Israel die Situation diskutieren und lösen werden“.

MTI – Balázs Szecsődi

Über die bilateralen Beziehungen zu Israel sagte Orbán, dass die beiden Länder gemeinsame Positionen in mehreren internationalen Organisationen, einschließlich der Vereinten Nationen, vertreten hätten.

„Ungarn unterstützt lokale jüdische Gemeinden in Ungarn und die bevorstehenden Maccabi-Spiele in Budapest werden hoffentlich die besten sein“ – fügte er hinzu.

Der Premierminister berührte auch die Geschäftsbeziehungen und sagte, die 210 in Ungarn tätigen Unternehmen Israels seien „stark vertreten“. Beide Länder streben eine verstärkte Zusammenarbeit bei innovativen Technologien an.

Netanjahu wies auf gemeinsame Aspekte der Geschichte der beiden Länder hin. Beide Länder streben eine auf Frieden, Freiheit und Wohlstand basierende Zukunft an, was eine „starke bilaterale Bindung“ zwischen ihnen bedeutet. Als weitere Bereiche der Zusammenarbeit nannte er Verteidigung, Forschung, Wissenschaft und Umweltschutz.

Netanjahu dankte Ungarn für seine Unterstützung in internationalen Organisationen und sagte, die Eröffnung der neuen Vertretung sei eine wichtige Geste.