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Orbán: „Ungarn wünscht sich solche Familienunternehmen, wie die deutschen“

Ungarn wünscht sich Familienunternehmen, die ähnlich erfolgreich wie die deutschen sind, sagte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán am Montag in Nyírbátor, wo er eine fast 6 Mrd. Forint schwere Investition des Automobilzulieferers Rosenberger verkündete.

Viktor Orbán (l.) trifft Mitarbeiter der Rosenberger Magyarország Kft. in Nyírbátor (Zsolt Czeglédi – MTI)

Nach der Wende 1989/90 war für den Aufbau der ungarischen Marktwirtschaft Deutschland das große Vorbild, weil dieses Land sogar nach einem verlorenen Weltkrieg eine neue deutsche Industrie errichten konnte. 68% der Deutschen arbeiten in deutschen Familienbetrieben, die für rund die Hälfte der deutschen Wirtschaftsleistung stehen. „Dahin möchten wir auch gelangen“, so Ungarns Premier.

„Wir möchten eine Wirtschaft, wie die deutsche: Familienbetriebe werden, so hoffen wir, in Zukunft die Hälfte der ungarischen Wirtschaftsleistung geben, und wir hätten gern, dass rund 60-65% der ungarischen Menschen in ungarischen Betrieben tätig sind“, erläuterte Orbán.

Die bayerische Familie Rosenberger schaffe in Jászárokszállás und Nyírbátor für über 6 Mrd. Forint 400 neue Arbeitsplätze. Der ungarische Ministerpräsident informierte ferner, dass die Regierung die Investition mit 1,6 Mrd. Forint fördert. Rosenberger diktiere ein beneidenswertes Tempo, da es erst 2017 ein Investitionsprojekt im Wert von 3,2 Mrd. Forint abgeschlossen wurde, betonte der Premier. „Wir wiederum sind stolz, bei diesem Tempo mithalten zu können.“, so Orbán weiter.

Der Inhaber und Geschäftsführer Peter Rosenberger machte auf die ausgezeichnete Auftragslage aufmerksam, die eine Anschlussinvestition auf der grünen Wiese erforderlich machte. Im vergangenen Jahr konnte die Rosenberger Magyarország Kft. ihre Umsatzerlöse von 15,3 auf 20,2 Mrd. Forint steigern, während das versteuerte Ergebnis von 322 auf 553 Mio. Forint zunahm. Das Unternehmen beschäftigte zum 31. Dezember 2017 mehr als 2.300 Mitarbeiter.

via mti.hu, miniszterelnok.hu, budapester.hu; Foto: Zsolt Czeglédi – MTI