Wöchentliche Newsletter

Neuer Leiter der Paks II-Konstruktion kommt aus Belarus

Ungarn Heute 2023.11.22.

Rosatom hat Vitalij Poljanin mit Wirkung vom 20. November zum Direktor des Kernkraftwerksprojekts Paks II ernannt, teilte der russische Kernkraftkonzern am Dienstag mit.

Der neue Leiter wird für den Bau der neuen Kernkraftwerksblöcke, die Bereitstellung von Material und Ausrüstung für den Bau sowie für die Entwurfs- und Baudokumentation zuständig sein. Für strategische Angelegenheiten, einschließlich der Koordinierung der politischen, finanziellen und rechtlichen Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts, wird weiterhin der bisherige Direktor, Alexander Merten, zuständig sein.

Vitalij Poljanin, Vizepräsident von Atomstroiexport, war zuvor Projektleiter für den Bau des belarussischen Kernkraftwerks, das Anfang November 2023 den kommerziellen Betrieb aufnahm. Der neue Projektleiter von Paks trat sein Amt am 20. November 2023 an, nachdem die direkte Umsetzungsphase des Projekts am 21. August 2023 begonnen hatte.

Das Kernkraftwerk Paks II wird im Rahmen des russisch-ungarischen Regierungsabkommens vom 14. Januar 2014 und dreier Verträge über den Bau des neuen Kraftwerks gebaut. Die nationale Atomenergiebehörde erteilte die Baugenehmigung im August 2022. Die beiden Kernkraftwerke vom Typ WWER-1200, die mit Blöcken der Generation 3+ ausgestattet werden sollen, werden schlüsselfertig gebaut.

Dies wird das erste russische Projekt in der Europäischen Union sein.

Mit der Erteilung der Baugenehmigung wird nachgewiesen, dass das Projekt den ungarischen und internationalen Sicherheitsanforderungen entspricht. Vier Blöcke des Typs WWER-1200 sind bereits in Russland und zwei Blöcke desselben Typs in Belarus erfolgreich in Betrieb. Der Auftragsbestand von Rosatom umfasst nach Angaben des russischen Atomkonzerns 33 Blöcke in 10 Ländern.

Paks-Erweiterung: Produktion der langlebigen AKW-Ausrüstung bereits angelaufen
Paks-Erweiterung: Produktion der langlebigen AKW-Ausrüstung bereits angelaufen

Die Übergabe soll Anfang der 2030er Jahre erfolgen, betonte der Rosatom-Vorstandsvorsitzende.Weiterlesen

via mti.hu, Beitragsbild: Facebook/Paks II. Atomerőmű Zrt.