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Papst Franziskus führte persönliche Gespräche mit ungarischen Spitzenpolitikern

Ungarn Heute 2023.04.28.

Staatspräsidentin Katalin Novák hat Papst Franziskus, der zu einem dreitägigen apostolischen Besuch in Ungarn eingetroffen ist, am Freitagmorgen auf dem Platz vor dem Sándor-Palast mit militärischen Ehren empfangen. An der Veranstaltung nahmen auch Ministerpräsident Viktor Orbán und László Kövér, Präsident des Parlaments, teil. Ministerpräsident Viktor Orbán hat später ein persönliches Gespräch mit dem Papst geführt.

Der weiße Fiat 500X des Papstes wurde unter den Klängen des Hertelendy-Marsches von drei berittenen Husaren der Husaren-Division  „Graf Franz Nádasdy“ zum Sankt-Georgen-Platz eskortiert.

Foto: MTI/Koszticsák Szilárd

Auf dem Platz erwarteten die Mitglieder der ungarischen Delegation und der Delegation des Vatikans, die vor dem päpstlichen Konvoi eintrafen, sowie das 32. Garderegiment, die Husaren der Division „Graf Franz Nádasdy“, die Nationale Berittene Parade-Einheit und die Kleinen Husaren von Fonyód das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Foto: MTI/Koszticsák Szilárd

Am Ende des militärischen Empfangs stellte Katalin Novák dem Heiligen Vater die staatliche Delegation vor; der Papst seinerseits stellte dem Staatsoberhaupt die Mitglieder seiner Delegation vor.

Der Papst begrüßt Ministerpräsident Viktor Orbán. Foto: MTI/Koszticsák Szilárd

 

Der Präsident des Parlaments László Kövér wird dem Papst vorgestellt. Foto: MTI/Koszticsák Szilárd

Das Orchester spielte die offizielle päpstliche und ungarische Hymne. Danach nahmen der Papst und die Präsidentin die Parade ab.

Foto: MTI/Koszticsák Szilárd

Anschließend betrat der Papst in Begleitung von Staatspräsidentin Katalin Novák den Sándor-Palast, wo er sich in das Gästebuch eintrug und vom Staatsoberhaupt seine Geschenke überreicht bekam.

Foto: MTI/Balogh Zoltán

Katalin Novák überreichte Papst Franziskus unter anderem ein eigens für den Heiligen Vater angefertigtes Kunstalbum mit biblischen Themen, die von ungarischen Kindern und Jugendlichen gestaltet wurden.

Foto: MTI/Balogh Zoltán

Neben dem Album erhielt der Papst auch besondere Rosenstöcke der nach der Heiligen Elisabeth benannten Sorte, die von einem siebenbürgischen Ungarn, Gergely Márk, gezüchtet wurde.

„Die Heilige Elisabeth aus dem Hause Árpád ist in der argentinischen Heimat des Papstes als Heilige Elisabeth von Ungarn (Santa Isabel de Hungría) bekannt, in deren Händen sich der Legende nach das Brot in Rosen verwandelte“, schrieb die Präsidentin zuvor auf ihrer Facebook-Seite über das Geschenk.

Als drittes Geschenk überreichte die Präsidentin der Republik dem katholischen Kirchenoberhaupt ein Gnadengewand der Gottesmutter aus dem Wallfahrtsort Andocs.

Foto: Katalin Novák Facebook

„Die Kirche in Andocs ist ein besonderer Ort, zu dem die Gläubigen kommen, um für den Kindersegen zu beten. Es ist ein alter Brauch, dass die Gläubigen, deren Gebete erhört werden, der Kirche aus Dankbarkeit ein schönes Kleid schenken“, so das Staatsoberhaupt in ihrem Posting und fügte hinzu, dass die Gewänder der Jungfrau Maria auch daran erinnern, dass der Heilige König Stephan, der Gründer des Staates, das Land vor seinem Tod der Gottesmutter geweiht hat.

Foto: Katalin Novák Facebook

Der Papst und die Präsidentin der Republik haben  im Sándor-Palast ein privates Gespräch geführt, bevor das Kirchenoberhaupt im Karmeliterkloster mit Ministerpräsident Viktor Orbán zusammentraff.

Beim dem Treffen mit dem Papst erinnerte Orbán daran, dass das Christentum, wie es auch im ungarischen Grundgesetz heißt, eine die Nation bewahrende Kraft in Ungarn hat.

Ohne das Christentum gäbe es Ungarn heute nicht, betonte er und fügte hinzu, dass Ungarn eine Zukunft habe, wenn es auf dem christlichen Weg bleibe;  der christliche Weg sei heute der Weg des Friedens.

Papst Franziskus hält eine Rede bei einem Treffen mit Vertretern der Behörden, der Gesellschaft und des diplomatischen Korps im Karmeliterkloster. Foto: MTI/Miniszterelnöki Sajtóiroda/Fischer Zoltán

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Via MTI Beitragsbild: MTI