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„Retter des Neujahres, Kaiser des Katers“ – Sauerkraut- (ungarisch: „Korhely-„) Suppe – REZEPT!

Ungarn Heute 2021.12.30.

Schon zu Zeiten unserer Großväter war die Sauerkrautsuppe („korhelyleves“) ein unverzichtbarer Bestandteil des Tages nach den Silvesterfeierlichkeiten, aber nur wenige wissen, dass ihre Geschichte bis in die Antike zurückreicht. Seine Geschichte geht einigen Legenden zufolge sogar auf das Römische Reich zurück und ist mit den Eroberungsfeldzügen verbunden. 

Irgendwann zwischen 35 v. Chr. und 14 v. Chr. entdeckten die römischen Eroberer die Provinz Pannonien, die für die antiken Strategen vor allem wegen der Handelsverbindungen über die „Bernsteinstraße“ ein wichtiges Gebiet wurde. In dieser Zeit sollen Dubitatius, ein Koch, der eine wichtige Rolle für das Leben und die Verpflegung des Heeres spielte, und sein Gehilfe Grumio mit einem Eroberungsheer aus Rom nach Pannonien gekommen sein. Eines Tages gingen die Lebensmittelvorräte des Korps plötzlich zur Neige, und Dubitatius und Grumio mussten feststellen, dass sie nur noch etwas Kohl hatten.  Während der langen Reise hat jedoch das in Holzfässern gelagerte Kraut Saft abgelassen und wurde auch sauer, aber die Köche fanden nichts an seinem Geschmack auszusetzen und kochten es zu einer Suppe, auch wenn sie Angst hatten, dass die Soldaten davon krank werden könnten. Die Suppe war ein großer Erfolg, und die Soldaten standen Schlange, um weitere Portionen davon bekommen zu können. Sie wurden davon nicht krank, sondern viel mehr strotzten am nächsten Tag vor Energie. Das Wort „korhely“ bezeichnete zu dieser Zeit jemanden, der oft betrunken war und ein weinrotes Gesicht hatte, eine heutige Bezeichnung wäre dafür „Trinker“. Die etymologische Frage ist sehr interessant, denn das Wort „korhely“, vom deutschen Wort „Chorherr“ abstammend, bezeichnete ursprünglich den Herrn auf der Kirchenkanzel. (Da saßen damals die Mönche selbst!)

Eine andere Legende besagt, dass die Mönche, die in ihren Gärten Kohl anbauten und häufig Sekt und Wein herstellten, die Erfinder der Suppe waren. Es ist also naheliegend, dass sie in den Anfängen der Gastronomie eine alkoholabsorbierende Suppe entwickeln sollten.

Die heutige Version ist vollgepackt mit anderen solchen Zutaten, die die Alkoholabsorption noch stärker fördern. Um ihrem Namen gerecht zu werden, gibt es nichts Besseres als eine Schüssel heiße Suppe bei einem unbarmherzigen Kater zu schlürfen.

Zutaten 

200 g geräucherter Speck
200 g Wurst
2 Köpfe rote Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
400 g Sauerkraut
2-4 EL feines Mehl
2 EL saure Sahne
2 TL Kreuzkümmel
2 EL Paprika
2 Lorbeerblätter
Salz
Pfeffer

Zubereitung 

Die Zwiebeln und den Speck würfeln und die Wurst in Würfel schneiden. Den Speck in einer Pfanne anbraten, dann die Zwiebeln und die Wurst hinzufügen. Vom Herd nehmen, mit dem roten Pfeffer bestreuen und das gehackte Sauerkraut hinzufügen. (Wenn es zu sauer sein sollte, kann es vorher abgespült werden).

Wieder auf den Herd stellen und wieder ein paar Minuten braten. Wasser hinzufügen. Salzen, pfeffern und würzen. Zum Kochen bringen und 15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Die saure Sahne mit dem Mehl glatt rühren, dann einige Esslöffel aus der Suppe dazugeben. Diese Mischung in die Suppe geben und einige Minuten kochen lassen.

Beim Servieren etwas saurer Sahne hinzufügen und mit frischem Dill bestreuen!

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(geschrieben von Adrienn Vass, übersetzt von Ungarn Heute, Fotos: Péter Csákvári)