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Budapost: Alljährliche Vermögenserklärungen von Abgeordneten veröffentlicht

Ungarn Heute 2021.02.03.

Anhand der Vermögenserklärungen von Parlamentariern aller Fraktionen werfen je ein regierungsnaher sowie ein linker Kolumnist den gegnerischen politischen Lagern Zynismus und Korruption vor. Presseschau von budapost.de. 

In einem sarkastischen Kommentar für Magyar Nemzet beschuldigt Ottó Gajdics die Opposition, die jährlichen Vermögenserklärungen von Regierungspolitikern für Korruptionsvorwürfe zu missbrauchen. Der regierungsfreundliche Autor hält jedoch die Erklärung des ehemaligen Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsány für die interessanteste. Gajdics weist darauf hin, dass das Vermögen Gyurcsánys um 1,9 Milliarden Forint niedriger sei als noch vor einem Jahr. Angesichts des Reichtums des ehemaligen Regierungschefs – angehäuft vor allem während des Privatisierungsprozesses öffentlicher Vermögen in den frühen 1990er Jahren – hält Gajdics es für absurd, der Regierung Korruption vorzuwerfen.

Vermögenserklärungen: Wie viel Geld haben unsere führenden Politiker?
Vermögenserklärungen: Wie viel Geld haben unsere führenden Politiker?

Am 31. Januar präsentierten die Politiker und höchsten Würdenträger wie üblich ihre aktualisierten Vermögenserklärungen. Der 31. Januar war die Frist für die Einreichung. Die meisten konnten dies einhalten. Und wie in jedem Jahr gibt es einige interessante Daten in den Dokumenten.  Die ungarischen Parlamentsabgeordneten müssen ihre Vermögenserklärungen bis zum 31. Januar eines jeden Jahres einreichen. […]Continue reading

Für Gábor Czene von Népszava sind die Vermögenserklärungen sinnlos. Als Beispiel nennt der linke Publizist die Aufstellung von Ministerpräsident Orbán, wonach dieser über sehr bescheidene Ersparnisse verfüge, während andere ostentativ mit ihrem Reichtum herumprotzen würden. Die Erklärungen offenbarten weder den tatsächlichen Reichtum der Politiker noch dessen Herkunft, argwöhnt Czene. „Die Karnevalszeit würde unterhaltsamere Darbietungen als diese verdienen.“

(Via: budapost.de, Bild: MTI – Zsolt Szigetváry)