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Corona-Tote in Ungarn: Ein Drittel litt an Diabetes

Zsófia Nagy-Vargha 2021.11.14.

„Wir haben unwiderlegbare Forschungsergebnisse die beweisen, dass Impfungen extrem wichtig sind und Leben retten“, sagte der Minister für Gesundheit und Soziales, Miklós Kásler über die Wirksamkeit von Impfstoffen. Miklós Kásler fügte in einem Videointerview hinzu, dass die Anfang des Jahres begonnene Impfstoffstudie bewiesen habe, dass alle in Ungarn getesteten Impfstoffe wirksam seien. In Bezug auf die Sterberate sagte der Minister: dreiunddreißig Prozent der Verstorbenen waren Diabetiker. In Ungarn leiden etwa 8 Prozent der Menschen an Diabetes.

Zwischen dem 22. Januar und dem 10. Juni 2021 wurden 3,7 Millionen Menschen geimpft und ihre Daten wurder jetzt verarbeitet.

Aus den Ergebnissen lässt sich ableiten, dass die in Ungarn verwendeten Impfstoffe zwischen 69 und 88 Prozent der Menschen vor einer Infektion schützten

sagte der Minister für Humanressourcen in einem Interview. Miklós Kásler fügte hinzu:

Sie waren sogar noch wirksamer bei der Verhinderung der Sterblichkeit, wobei jeder Impfstoff im Durchschnitt zwischen 88 und 98 Prozent der Fälle von schwerer Krankheit und dem Verlust von Patienten verhinderte

Etwa 9 500 Menschenleben wurden in diesem Zeitraum durch Impfungen gerettet, und fast die Hälfte der Betroffenen wurde durch die beiden Ostimpfstoffe gerettet, fügte Kásler hinzu, und sagte, dass die Untersuchung der Gesamtimmunität gezeigt habe, dass die Immunreaktion in allen Altersgruppen mit der Zeit deutlich nachlasse, weshalb es wichtig sei, einen dritten Impfstoff zu erhalten.

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Bezüglich der chronischen Krankheiten sagte der Minister, dass die Ergebnisse zeigen, dass Diabetes der Hauptrisikofaktor für den Tod durch eine Coronavirus-Infektion ist. In Ungarn sind 8 Prozent der Menschen an Diabetes erkrankt und dreiunddreißig Prozent der Verstorbenen waren Diabetiker, sagte der Minister. Aber nicht nur Diabetiker, sondern auch andere Menschen mit chronischen Krankheiten – einschließlich chronischer Lungenerkrankungen oder Herzdekompensation – sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt.

Er wies auch darauf hin, dass der Antikörperspiegel nach der Impfung rasch ansteigt, je nach Impfstoff in unterschiedlichem Maße. Es ist typisch, dass insbesondere bei mRNA-basierten Impfstoffen, z. B. Pfizer und Moderna, die Antikörperspiegel schnell ansteigen, aber auch schnell wieder abfallen. Bei den vektorbasierten Impfstoffen, d. h. Astrazeneca, Sputnik und Sinopharm, ist dieser Anstieg dagegen länger. Der Minister wies auch darauf hin, dass nach der zweiten Impfung mit Astrazeneca der Antikörperspiegel abnimmt, was bedeutet, dass weitere Impfungen mit Astrazeneca nicht ratsam sind.

Kásler sagte jedoch, dass die Impfung mit dem Sinopharm-Impfstoff ein breiteres Schutzspektrum bietet als alle anderen Impfstoffe.

(Via: 24.hu, Titelbild: MTI/Balogh Zoltán)