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Kampagne für europäischen Mindestlohn

MTI - Ungarn Heute 2021.02.24.

Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) hat eine Kampagne gestartet, um die Mitgliedstaaten davon zu überzeugen, zu einer Regulierung des Mindestlohns auf europäischer Ebene zu stehen, sagte die Europaabgeordnete der oppositionellen Demokratischen Koalition (DK). „Wir haben noch viel zu tun, bevor die Richtlinie als verbindliches Dekret akzeptiert wird“ sagte Klára Dobrev, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments. 

Dobrev nannte es „dramatisch“, dass während die Lebensmittelpreise in Ungarn um 9 Prozent stiegen, den Mitarbeitern für 2021 eine Lohnerhöhung von 3,6 Prozent angeboten wurde.

Eine EU-Regulierung des Mindestlohns „würde bedeuten, dass Vereinbarungen über den Mindestlohn nicht ignoriert oder mit leeren Ausreden heruntergespielt werden können“, so Dobrev.

Von nun an kann der ungarische Mindestlohn nicht zu den niedrigsten in Europa gehören

Vorsitzender des ungarischen Gewerkschaftsbundes László Kordás sagte, die Gespräche über den ungarischen Mindestlohn seien wegen „der Untätigkeit und Hilflosigkeit der Regierung“ langwierig gewesen. Der erzielte Deal sei „deutlich niedriger als der, den sie erreichen wollten und auch erreichbar wäre“ betonte er.

Tarifvereinbarung: Mindestlohn ab 1. Februar um 4% erhöht
Tarifvereinbarung: Mindestlohn ab 1. Februar um 4% erhöht

Am Montag vereinbarten die Gewerkschaften, den Mindestlohn ab dem 1. Februar um 4 Prozent zu erhöhen. Somit steigt der gesetzliche Mindestlohn auf brutto 167.400 Forint (466 EUR), das garantierte Lohnminimum für Fachkräfte auf 219.000 (610 EUR) Forint monatlich. Die von Gewerkschaften, Arbeitgebern und Regierungsvertretern getroffene Vereinbarung sieht eine weitere Erhöhung ab Mitte des Jahres auf […]Continue reading

Fidesz: „Frau Gyurcsány verlädt weiterhin ihre Wähler“

Als Reaktion auf Dobrevs Aussagen beschuldigte die regierende Fidesz sie, ihre Wähler „betrogen“ zu haben. Laut der Regierungspartei hat sogar Brüssel die Worte von Dobrev dementiert. „Während der Amtszeit der Linken wurden mehr als 200.000 Arbeitsplätze abgeschafft und die linken Regierungen beraubten die Beschäftigten, indem sie den Arbeitern ein Monatsgehalt weggenommen haben“, steht in der Erklärung von Fidesz.

(Via: mti.hu, magyarhirlap.hu, Bild: Facebook-Seite von Klára Dobrev)